Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 47)
- Language
- German
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24 E. Urbach als Lehrer bezeichnet wird, was bis jetzt doch nicht der Fall war. Dieser Umstand könnte uns zur Annahme verleiten, daß die T. zum 10. Abschnitte von den anderen abweichen, und daß sie verschiedenen Sammlungen entnommen worden sind. Für diese Annahme scheinen auch die T. 101a, in denen Isaak aus Evreux, und 117b, in denen der Gelehrte ר׳מ (sicher Moses aus Evreux) erwähnt werden, zu sprechen. Diese Hypothese wäre zwar möglich, aber nicht notwendig. Auch in den früheren Abschnitten sind wir dem Zeitgenossen und Freunde Jehi’els, Samuel Sir Morel, begegnet. Das Alter der T. ist also durchaus nicht verschieden. Es ist auch möglich, daß unter ״meinem Lehrer“ in den T. zu 60a und 65a kein anderer als Jehi’el ge״־ meint war. Daß er bis zum 10. Abschnitte nicht mit Namen genannt wird, besagt wenig. Die Einheit der T.-Pesahim ist noch dadurch bezeugt, daß im 10. Abschnitt auf die Ausführungen in den früheren Abschnitten hingewiesen wird, und daß ein Vergleich auch eine wörtliche Übereinstimmung der ver״־ schiedenen T. ergibt90. Das Ergebnis der Untersuchung der T.- Pesahim können wir folgendermaßen zusammenfassen: der Re•* dakteur der T. war ein Schüler von Jehi’el aus Paris und vielleicht auch von Samuel B. Salomon. Zu den ersten neun Ab•* schnitten schöpfte er hauptsächlich aus den T. des Simson b. Abraham, Isaak b. Ascher und Josef, zum 10. dagegen aus Quellen späterer Zeit, nämlich den T. Evreux und den T. des Jehi’el. Wir sind auch imstande, die Schule zu nennen, in der die T.-Pesahim ihre heutige Form erhielten. Das verdanken wir Josef b. Moses aus Höchstädt (15. Jahrh.), der in seinem Leqet Joscher91 schreibt: כאשר דרשתני אודות כהן שמת בנו בשבת אם יכול לטמא לו . . . אדר אבי הגאון כתב בספרו וז״ל ונכון להחמיר שלא יטמא כהן לרבי שמת בשבת כלל וראייתו מתר טוך בפ׳ק דפסחים דכתבו דשלא לצורך אסור לכהן לטמא ובתום, שאגץ פ״ק דפסחים בארו התום׳ יותר דדוקא לצורך קבורה או להביא לו ארון ותכריכים זה מקרי צורך המת ... In u. T. Pesahim 9a s. v. בשפחיזו findet sich nur derjenige Teil, welcher aus den T. aus Touqes angeführt wird, dagegen nicht jener, der T.-Sens zur Quelle hat92. Das führt uns zur An- 90 Vgl. 113a. s. v. 49 ולאb. s. v. 99 אמריb. s. v. מאי und 37a. s. v. תנא 91 Ed. J. Freimann, II 90. 92 Die T. S. sind natürlich wie immer von den TT. stark benutzt worden und in diesem Falle scheinen die letzten eine Kürzung der ersten zu sein. Die TS. zu Pesahim meint vielleicht der Verfasser des Minhat Jehuda 49b. Ein Vergleich mit u. T. 6 b s. v. אבל ergibt ein ähnliches Verhältnis zum Zitat wie in dem im Texte angeführten Falle. Im Leqet Joscher I 93 wird