Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
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Bestandteile und Abfassungszeiten unserer Tossafot 23 teils bilden sie Ergänzungen zu u. T. aus einer anderen Sens- Sammlung81. D. Pesahim. Komplizierter als bei ’Erubin ist die Frage nach der Entstehung der Pesahim-Tossafot. Der in ihnen häufig vorkommende Name Simsons b. Abrahams82 zwingt uns zur Annahme7 daß seine T. den unsrigen als wichtige Quelle dienten. Es muß aber dabei bemerkt werden, daß Simson nicht ,,Der Lehrer“ des Sammlers unserer T. war. Simson und der Lehrer treten nämlich einmal als zwei Personen auf83. Den Namen des Lehrers erfahren wir in den ersten Abschnitten nicht. Aus ihnen entnehmen wir nur, daß die T. des Isaak b. Ascher84 und die des R. Josef85 häufig angeführt werden. Ferner werden noch Salomo aus Dreux86 und Jehuda Sir Leon87 zitiert. Für die Feststellung des Alters der T.-Pesahim ist die Tatsache bemerkenswert, daß Folio 73b Samuel b. Salomo, der doch sicher mit Samuel Sir Morel identisch ist, zitiert ist. Samuel war ein Schüler von Jehuda Sir Leon und Freund von Jehi’el aus Paris88. Behalten wir dieses im Auge und gehen wir nun zur Untersuchung der T. zum letzten Abschnitte des Traktates. Auffallend ist vor allem, daß Simson aus Sens überhaupt nicht mehr zitiert wird. Ferner daß Jehi’el aus Paris öfters genannt89 und 81 In den älteren Drucken fehlen die Zusätze ganz. Auch die aus den T. S., welche in unsere Texte eingedrungen sind, fehlen in ed. Pesaro 1514. (Ich habe das Exemplar unserer Seminarbibi, benutzen können), dessen Tos, sich sonst von unseren nicht unterscheiden. Auch in E<L Frankfurt a. M. 1721 fehlen die Zusätze aus den T. Sens 40b und 41a. Zum erstenmal ist ein Teil von Zusätzen in der Ed. Amsterdam 1714—1717 hinzugekommen. (Vgl. Rabbinowitz a. a. O. S. 91.) Dieselben sind dann in Ed. Frankfurt am Main abgedruckt worden, und weitere Zusätze sind durch die Ausgabe Berlin-Frankfurt a. O. 1734—1739 zur Veröffentlichung gelangt. Vgl. Rabi־ nowitz S. 102. 82 2a, 5b, 21a, 22a, 23a, b. 24b, 25a. 28a. b. 30b. 36b, 38a. 39a. 44a. b. 45a. 46b. 47a. 57b. 58b. 59bu 63a. 67b. 71b. 72a. 75a. 77a. 78a. b. 84a; 85a. 93a. 94b. Die T. des Simson zu Pesahim im Mss. Bodlejana 2358 erhalten. 83 Vgl. 60b s. v. והיינו wo es heißt גרם רש* בא pi וכן נמא רבי 84 11a. 12a. 13a. 47a. 46b. 48b. 50a. 51b. 59a. 61a. 67a. 80b. 67a. 80h. 81b. 83a. 94b. 91b. 96a. 97a. 85 3b. 33b. 44b. 53b. 58b. 86 23b. 87 26b. 88 Vgl. Gross a. a. O. s. v. 89 Vgl. 99b. 100a. 102a. Die T. des Jehi'el zu Pesahim waren schon in. früher Zeit weit verbreitet, sie werden auch als Quelle der Ansichten älterer Autoren angegeben, so lesen wir im Semaq § 108 (Ms. Sassoon 283 Kat. ,Ohel David S. 168): בך פי״ ר׳ יצחק בתום׳ מרבי פסחים בשיטת מו״רביבו יהיאל ז׳צ וק׳ל