Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1935
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
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- Homer 1× ep/1025156
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C- Griechischer Sprachgebrauch 23 C. Zur Erläuterung des hebräischen, namentlich aber des neuzeitlichen Sprachgebrauchs ist ein kurzer Seitenblick auf den griechischen erforderlich. 3AXXt)y°(?e^v kann sowohl vom Dichter wie vom Erklärer gebraucht werden. Die Etymologie des Wortes, verschieden aufgefaßt41, aber stets klar empfunden, macht es begreiflich, daß es in sehr weitem Sinne gebraucht werden kann: von einem nicht zu pressenden Ausdruck Homers42, von einer einzelnen Metapher43, dagegen nicht von jenen § 1 A 1 betrachteten Fällen, bei denen V in A enthalten ist oder umgekehrt, da hier V im Vergleich zu A kein akkov ist. Aber allerdings braucht man es mit Vorliebe von der ,,fortlaufenden Metapher444 und in noch engerem Sinne, an Stelle eines älteren 1) Jtövoia 45 mit dem Nebenklang des Geheimnisvollen. In gleichem Sinne kann vom Dichter aivirceofim ״rätselhaft reden44 gesagt werden46. Bei crupßoXov47 geht uns vor allem der Sprachgebrauch der Stoiker und der Mystiker an, da beide auf Philon und die Kirchenväter gewirkt haben. Im weitesten Sinne kann es das (unbewußt hervortretende) Merkmal bedeuten: der Bart ist das o. des Mannes (22); in engerem die Gebärde als mittelbare Kundgebung eines Gedankens (21); im engsten steht 0u[xßoX1xcag gleichbedeutend mit dXXrjyoQixcos (28). Da nun Homer für den Stoiker Autorität ist, kann die allegorisch gedeutete Stelle oupßoXov, also ״Beweis44 einer Lehre heißen (27 f.). Während aber bei den Philosophen die Deutung der allegorischen Stellen 41 Entweder: man sagt etwas anderes als man denkt (Suidias: dXkf^opia ד\!!stacpopa, aXXo Xqov xo 7pqn1a xai aXXo xo vö7]yta; (entsprechend Herakl. All. Ham. 5) — oder der Stil d!er Rede ändert sich: Cic. Or. 94: cum fluxerunt plures continuae translationes, alia plane fit oratio. Weitere Stellen in Siefferts Kommentar zum Galaterbrief (1899) 280. 42 Heinemann, Poseid. met. Sehr. II 59, 2. 43 Suidas a. O. 44 Cic. a. O.; Quintil. IX 2, 46 oXXrflopiav facit continua 45 Plut. Quomodo adol. poet. aud. deb. 19 pfrou; ouq xolc rcaXai p.3v öxovotaic aXX7]70p1'av; Bk v3׳v XqoyLavat; xapa/fiaOfyisvot. Aber natürlich ist der Gebrauch von aXX7fl0pta in diesem engsten Sinn wesentlich alter als Fiutarch; bei Phikm herrscht er durchaus vor. 46 Oft bei Cornutus und Heraklit; bei Philon Quod omnis pröbus über § 2, ähnlich § 29 und 68. 47 Vgl. Müri, Symbolon, Beüage zum Jahresbericht über das Städtisehe Gymnasium in Bern 1931. Auf diese kleine, aber sehr ergebnisreiche Schrift beziehen sich die eingeklammerten Seitenzahlen im folgenden Absatz. Kleine Abweichungen von Gruppierung und Auffassung M.s habe ich nicht besonders begründet.