Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 89)
- Language
- German
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49 werden (Jer. 17, 22), das Tragen von Lasten gilt als Entheiligung (17, 21). Israel ist Jhw heilig (2, 3: קדש ישראל לד«״״), ja, der ganze Bezirk Jerusalems (31, 39). Die große Tempelrede Jeremias (c. c. 7; 8), die den Tempel als הבית bezeichnet (7,10; 11; 30) — der Prophet benutzt den Ausdruck noch oft (22, 4; 5; 26, 6; 9; 12; 18) — setzt den Feiertag voraus, wie ihn das Dt. will. Aus den Reden Jeremias erfahren wir über den Charakter des Feiertags sonst nichts. Aber die Zentralisierung des Kultus (Dt. 12, 5 ff.) wird er gebilligt haben, auch die Forderung, mit seiner ganzen Familie die Darbringung der Opfer an den Wallfahrtsfesten freudig zu begehen (Dt. 12, 7; 12; 18; 14, 26). Von diesen Wallfahrtsfesten, Pesah im ,,Frühlingsmonat" (Dt. 16, 1), das §äbü‘ot-Fest, wenn die Sichel die Halme zu Beginn der Ernte schneidet (Dt. 16, 9) und das Sukkotfest, wenn die Ernte eingeholt wird (Dt. 16, 13), also Feste, die an den Boden gebunden sind, wird nur Pesah historisch begründet, als Erinnerungsfest an den Auszug aus Ägypten (Dt. 16,1; 3). Aber auch bei dem Einbringen der Erstlinge soll man sich der Bedeutung Jhw’s für die Geschichtsentwicklung des Volkes bewußt werden (Dt. 26, 5 ff.). Die Wallfahrtsfeste sollen als Erntefeste freudig begangen werden (Dt. 16, 11; 15; 26, 11). Der soziale Charakter der Erntefeste, bei denen die Armen nicht vergessen werden sollen, wird Dt. 24, 19 ff. gefordert. Wähend für Jesaja (24, 5) תורות und pr1!־, die das abtrünnige Volk übertreten hat (חלפו, עברו) noch nebeneinander genannt werden, spricht Jeremia von dem צולם pH (Jer. 5, 22; vergl. Lev. 6, 11; 15; 7, 34; 10, 15), den ״Gesetzen" (הלן) der Ernte" (Jer. 5, 24), der Völker (Jer. 10, 3; vergl. II. Kön. 17, 8), des Mondes und der Planeten (Jer. 31, 35), des Himmels und der Erde (Jer. 33, 25) und im allgemeinen von ״Gesetzen und Lehren" (חקים und 23;10 ,44 .תורות). Das Dt. nennt mit Vorliebe חקים und משפטים nebeneinander (Dt. 4, 1; 5; 8; 14; 45; 5, 1; 28; 7, 11; 11, 32; 12, 1; 6,20), oft noch mit den סצות zusammen (Dt. 4, 40; 5, 28; 6, 2; 8, 11; 10, 13; 26, 17; 27, 10; 28, 15; 30, 16) oder den צדות (Dt. 4, 45; 6, 20). Auch Ezechiel. spricht oft von den Gesetzen (חלןים), in denen das Volk nicht gewandelt ist (Ez. 5, 6; 7; 11, 12; 20, 16), oder in denen es wandeln soll (Ez. 11, 20; 20, 19) und erinnert damit an Sätze wie Lev. 18, 4; 5; 19; 26. An einer einzigen und zugleich unsicheren Stelle ist bei Jeremia die Rede 1 Vergl. Ri 11, 39: ותהי חק בישראל; Gen. 47, 26; וישם אתה יוסף להק; Gen. 47. 22: חק לכהנים. 4