Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 83)
- Language
- German
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43 Rückkehr des Volkes in sein Land. Er sieht ״alle Brüder“ von allen Völkern, gleichsam als Geschenk für Ihw, nach ihrem Lande zurückgebracht, wie sie ankommen auf Rossen, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften (66,20). Sie alle sind befugt, als Priester im Tempel zu fungieren (66,21). Deuterojesaja teilt also den engherzigen Standpunkt des Priesterpropheten Ezechiel nicht. Die nationale Note kommt im übrigen stark auch hier zum Ausdruck. Der Prophet hört ״die Stimme des Lärmes" aus der Stadt und dem Tenpel: ״Jhw zahlt seinen Feinden heim“ (66,6). Wir hören vom Schmuck, den die ״Trauernden um Zion“ statt der Asche anlegen werden, vom ״öl der Wonne", mit dem sie sich salben und dem ״freudestrahlenden Gesicht“, das sie statt des betrübten zeigen werden. (61,3). Dieser Freudentag ist dazu da, den Gefangenen und den Eingekerkerten die Freiheit zu bringen (61,1). Ein Jahr der Gnade und ein Tag der Rache soll ausgerufen werden (61,2). Gott legt gleichsam selbst dem Volke ״Gewänder des Sieges“ und den ״Mantel des Heils“ an (61,10), wie ein Bräutigam seinen ״Turban ordnet“ und die Braut ihr Geschmeide (61,10). Israel ist dann ״eine Krone des Schmuckes“ und ״ein königlicher Kopfbund“ in der Hand seines Herrn (62,3). Die Ernte sollen künftighin die verzehren, die sie einbringen, Ihw lospreisen (הלל) und den Wein trinken in den Höfen des Tempels (62.9). Z a k a 1־ i a. Die unter dem Namen Zakaria zusammengefaßten Reden (1—8; 9—11; 12—14) erwähnen in dem 1. Teil, der aus der Zeit des WiedÄaufbaus des Tempels stammt, um den sich Zakaria neben Haggai bemühte (Ezra 5,1; 6,14; Neh. 12,4; 16), die Priester (7,5) und ihren Ehrensitz (6,13: כסא), die Feierkleider (3, 4: מחלצות), und den ״reinen Kopfbund“ (3, 5: צניף טהור). Erwähnt wird eine Anfrage an die Priester und Propheten, die ״im Hause des Ihw-Zebäot sind“, ob die Fasttage im 5. und 7. Monat, die während des Exils gehalten worden sind, noch beibehalten werden sollen (7,3; 5). Die Antwort lautet, das Ihw Gerechtigkeit und Liebe will und keine Fasttage (7, 4—14). Die Fasttage des 47 ״5 ״. und 10. Monats sollen Freudentage werden. (8.19: לששון ולשמחה ולמועדים טובים). Zu erwähnen ist der Ausdruck: 7,2) חלות את פני ה״), zu dem Exod. 32,11; zu vergleichen ist. Die Kapital 9—11 erwähnen das Lärmen der Weinberauschten (9, 15).