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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1934-01-01 · 1934 · page 82

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1934
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 82)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721059--081-2727532
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42 Ausgestaltung des Feiertages bereits die Betgemeinde voraus. Demgegenüber tritt die Bedeutung der fremden Kulte zurück. Der Tempel ist für Deuterojesaja ein בית תפלה, das von allen Völkern als solches anerkannt werden soll (56,7). Die Beter ,,rufen“ Gott an (58,9), seinen Namen (64,6) und flehen zu ihm (58,9). Am Fasttag liegt man auf Sack und Asche (58,5), findet in der Ausdauer beim Fasten ein besonderes Verdienst (58.3) , und der Kopf schwankt aus Schwäche wie Schilfrohr (58,5). Der Fasttag ist zur Zeit Deuterojesajas zu einem äußerlichen Ritual erstarrt, man scheut sich nicht, sich am selben Tage um seine Geschäfte zu kümmern (58,3). Der gottgefällige Feiertag dagegen ist ein 58,5) יום רצון לה״). Auch die Sabbatfeier ist zu größerer Bedeutung gelangt, das Werkverbot ist angedeutet und der Tag selber deutlich charakterisiert. Er ist für den Propheten 58,13) ענג), ein Gott geehrter Tag (das. מכבד), den man dadurch ehrt, daß man seinem sonstigen Geschäft nicht nachgeht (58,13)1. Man soll, nach dem Ausdruck Deuterojesajas, vom Sabbat ״seinen Fuß zurückhalten“ (58,13), ihn hüten (שמר) und nicht entweihen (56,2; 4; 6), er gehört zu der ברית mit JHW, die alles, auch die Vorschriften noch, in sich begreift (56,4). An Sabbaten und Neumonden, — auch noch bei Deuterojesaja stehen sie nebeneinander, — erscheint das Volk, sich vor Gott zu bücken (66,23). Als Opferarten nennt Deuterojesaja: 66,20) מנחה ,(56,7) זבח ,(56,7) עלה), und Weihrauch (66,3). Beachtenswert ist der Ausdruck: מברך און ״eine Beräkä über die Götzen sprechen“ (das.). Die Opfer aber sollen nach der Rückkehr der Juden sein: 56,7) לרצון על מובחי). Besonders erwähnt werden Ochsen- und Lammopfer (66,3). Von fremden Kulten nennt Deuterojesaja das Opfern in den Gärten, das Räuchern auf Ziegelsteinen, das Sitzen bei den Gräbem, das Übernachten an verborgenen Orten (65,3) und die Übung von Mysterienkulten (66,17). Deuterojesaja kennt auch noch den Brauch, auf Bergen und Hügeln Räucheropfer darzubringen (65,7). Abgöttische Opferarten sind: Libation von Schweineblut (66.3;), Hundeopfer (das.), das Preisen des Abgotts (מוכיר און), und hinzutrat noch der Brauch, das Fleisch von Tieren, die dem Juden ein Abscheu sind, zu essen: des Schweines (65.3) , der Maus und des Gewürms (66,17) und die Brühe (מרק, nicht פרק) solch zubereiteter Gerichte zu genießen (65,3). Die Schilderung des Freudentages ist bei Deuterojesaja stark beeinflußt von dem großen Ereignis, dem er entgegensieht, der 1 Vergl. ״Buch der Jubüäen“ 2. 28; 50, 6 ff.

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