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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1934-01-01 · 1934 · page 81

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1934
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 81)
Language
German
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IRI
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41 Der Volksfesttag mit seinem abgöttischen Kultus ist für Ezechiel ״ זנותDirnentum“ (16, 16), Widerspenstigkeit (20, 13) gegen Jhw, der Israel soviel Gutes zugeschworen hatte (20, 5 ff.), eine Verunreinigung (23, 38) und Entweihung des Heiligtums (23, 39) oder des ״heiligen Namens“ (20, 39). Die fremden Altäre und die Sonnensäulen sollen durch das Schwert ausgerottet werden (6, 3—4). Gesetze (הקים) und Satzungen (משפטים) dagegen (20,11), wie auch den Sabbat (20,12), hat Jhw Israel ״gegeben“. Das Volk aber ist in den Gesetzen nicht gewandelt (20, 13: לא הלכו), hat die Satzungen verachtet (das.), durch die der Mensch Leben gewinnt (20, 13). Die Sabbate haben sie entweiht (20, 13; 21) und ihre Augen von ihnen gewandt (22, 26). Die Priester haben die Tora vergewaltigt (22, 26), und zwischen Heiligem und Profanem nicht unterschieden (das.). Ihre Aufgäbe aber ist es, das Volk dieses zu lehren. (44, 23). Gesetz und Feiertag gelten bei Ezechiel als ״gegeben“. Dem entspricht es, daß das Beobachten der Satzungen mit: שמר את 21;20,13) עשה את ד.מ״,(19;20,18) המשפטים), auf jhw ״hören“ (20, 8) und mit ״den Sabbat heiligen“ (20, 20; 44, 24) wiedergegeben ist. Die Opferarten, die Ezechiel aufzählt, sind: 11 ,44) עלה; 45,17; 25), 44) ובה, II), 17 ,45;29 ,44) מנחה ,(17 ,45) שלמים; 24, 25),44,29) אשם ,(25;23;45,17;29 ,44) חטאת) und 45,17) נסך). Die Priester haben nach Ezechiel (46, 19; 20) ihre besonderen Zellen im Tempel, wo sie ihr אשם und חטאת kochen und die מנחה backen. Das Opfer des Volkes soll in besonderen Kochräumen von ״den Dienern des Hauses“ (משרתי הבית) gekocht werden (46, 24). Doch soll das Volk, nicht ״geheiligt“ werden (44, 19; 46, 20). Deuterojesaja. Deuterojesaja, das heißt die mit diesem Namen bezeichneten letzten 26, Kapitel des Buches Jesaja, setzen für die Benzinger, Archaeologie 393, betont, auf ein sehr altes Herkommen zurückgehen. Desgleichen ist aber die Vorstellung von der Schicksalsbestimmung unmöglich jung. Von der liü als Schicksalstafel ist in der Borsippa-Inschrift Nebekadnezars die Rede (Col. II, 23), und sie macht einen durchaus sehr alten. Eindruck. Die Vorstellung von den himmlischen Büchern ist weit verbreitet. In ihnen stehen alle Taten der Menschen (I Hen. 89, 61; 70; ff.; 76; 90. 17 etc.) Es stehen auch darin die Namen der zum Leben ״resp. zum Tode Bestimmten (Exod. 32, 32; Jes. 4, 3; Ez. 13, 9 etc.). In der Gerichtsszene werden die himmlischen Bücher erwähnt: Dan. 7, 10; I Hen. 47, 3, 90, 20; 4 Ezra 6, 20 etc.

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