Mannheim
Compact Memory

Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1934-01-01 · 1934 · page 76

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1934
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 76)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2720904-2721059--075-2727526
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

36 der Kult im Finstern absolviert wird (8, 12). Bekannter ist der babylonische Kult des Tammuz, den Ezechiel in seiner Vision sieht. Die Frauen beweinen den Gott1 (8, 14). Anschaulich ist auch die Ausübung des Sonnenkultes geschildert: Die Sonnenanbeter — etwa 25 Mann — stehen zwischen Vorhalle und Brandopferaltar, das Antlitz gen Osten gewendet und bücken sich so vor der Sonne (8, 16). Zum Sonnenkult scheint auch die schon erwähnte Sitte der Beter zu gehören, sich den bare5ma-Bün'del an die Nase zu halten, wie es die persischen Sonnenanbeter tun (Spiegel, Eran. Altertümer, III, 571). Alle diese im 8. Kapitel geschilderten Kulte sind für Ezechiel 15;13;6 ,8) תועבות גדולות) und 8 ,8) רעות תועבות). Dieses abgöttische Treiben aber entweiht nach Ezechiel ״den heiligen Namen“ (20, 39). Der Prophet anerkennt als einzige Kultstätte den jerusalemischen Tempel. ״Denn (nur) auf meinem heiligen Berge, auf dem Berge der Anhöhe Israels, spricht Jhw, der Herr, dort soll das ganze Haus Israel insgesamt mir dienen im Lande, dort will ich sie gnädig aufnehmen, und dort werde ich begehren euere Heben und die Erstlinge euerer Gaben und alle euere heiligen Gaben“ (20, 40). Die geheiligten Feiertage, wie sie Ezechiel für das künftige Jerusalem erschaut, gehören zu den צורות הבית ותכונתו ומוצאיו ומובאיו וכל צורותיו ואת כל חקתיו וכל צורותיו וכל תורתיו, die er dem ob seiner Sündhaftigkeit beschämten Volke kundtun soll (43, 10). Sie sind ein Teil der 12 ,43) תורת הבית) oder der חקרת בית ה״ (44,5), oder auch der 43,18) חקות המזכה). Diese Gesetze sollen die Priester an allen Feiertagen (מועדים) hüten (44, 24). Sie allein, als die ״Söhne Sädoqs" (43, 19; 44, 15), ״die Jhw nahe sind“ (הקרבים אלי, das.2) sollen ihm ״nahen, ihm zu dienen“ (44, 15) und die Opfer darbringen (44, 15). Vor Beginn des Dienstes dürfen sie keinen Wein trinken (44, 21). Ihnen gehören aüch die Opfer, die Heben und die Erstlinge der Früchte und des Gebackenen (44, 29; 30). Beim Dienst selber sollen sie leinene Gewänder tragen (44, 17; 18), ihr Haupthaar sollen sie nicht glatt scheren (44, 20), aber auch nicht frei wachsen lassen (das.). Eine Witwe oder Verstoßene dürfen sie nicht heiraten (44, 22), 1 Der in der Höllenfahrt der Istar vorkommende Dü-ü-zu ist der Gott des Frühlings, der im Tammuz schwindet. . Das sich vorgestellte. Hin&b8teigen in die Unterwelt beklagte man im Tammuz (Nowack, Arch. II, §114,310). 2 VergL dazu die muqarrabün der Sure 26, 41; 71,11, .die die Zauberer., für den Fall ihres Erfolges bei Fir'aun werden sollen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.