Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 67)
- Language
- German
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- Isaiah 1× ep/1005097
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27 Eine מצות אנשים מלמדה ist demnach für Jesaja der ganze Fest- Zyklus des Jahres mit seinen Formeln und alten Bräuchen, bei deren Übung man nichts von wahrer Gottesfurcht merkt. Für den Volksfesttag gar hat Jesaja keinerlei Verständnis. Jubel und Freude werden aufhören, das Fröhüchsein auf der Flur, in den Weinbergen und beim Keltern hat ein Ende (16, 10). Beim anhebenden Weltgericht hört der Schall der Pauken, das Getümmel der Fröhlichen auf, zu Ende ist es mit den Liedern zu der Zither, der Wein beim Gelage schmeckt bitter (24, 8; 9). Mitten im Weingelage bricht Wehklagen aus den Gassen und verdüstert sich alle Freude“ (24, 11). Mit Verachtung sieht der Prophet auf das Treiben des Volkes nach der Belagerung des Sanberib: ״Siehe da, Wonne und Freude, Rinderwürgen und Schafeschlachten, Fleischessen und Weintrinken“ (22, 13). Dem Propheten, der sie wohl an den Tod erinnert, der an die Tore Jerusalems pocht, entgegnen sie: ״D'rum laßt uns essen und trinken, denn morgen müssen wir sterben“ (das.). M i k ä. MIkä, der der Zeitgenosse des Jesaja gewesen zu sein scheint, und vielleicht noch kurze Zeit die Regierung des Menasse erlebt hat (vgl. 6 ff.), wirkte in einer Zeit, in der fremde Kulte florierten. Er nennt die 5,12) מצמית ,(7 ,1) עצבים ,(5,12;7 ,1) פסילים), Aseren (5, 13), die Zaubereien (5, 11), die Wolkendeuter (5, 11) ind die Höhen Judas (1, 5). Auch die Sitte des Buhlerlohnes kennt er (1, 7). Erwähnt wird auch der furchtbare Brauch der Opferung der Erstgeborenen (6, 7) und des Kahlscherens als Zeichen der Trauer (1, 16; vgl. Am. 8, 10). Die Götzenbilder sind für Mikä Menschenwerk (5, 12), vor denen man sich nicht bücken soll (das), der ganze fremde Kult wird der Zerstörung anheimfallen (1, 7; 5, 10 ff.). Die Festopfer sind für den Propheten ohne Wert (6, 6). Die Gottheit fordert mehr als dies: Recht üben, liebevoll handeln und demütig vor dem Herrn wandeln (6, 8). Als Opfer und Opferarten werden erwähnt: מלים מי שנה ,(6 ,6) עלות (6, 6), die Festwidder (6, 7) und die ״Ströme des Öls“, die Gott zu Ehren fließen (6,7). 1,2; wird der Tempel (היכל קדשו) erwähnt. Zephanja. Die Reden des Zephanja, die aus der Zeit kurz vor der Reform des Josia zu stammen scheinen (1, 1), geben nur ein kleines, aber treffendes Bild von dem Kultwesen mit seinem Synkretismus, kurz bevor sich das Volk der aus Prophetenkreisen stammenden