Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 65)
- Language
- German
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- Isaiah 1× ep/1005097
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25 1—14). Von dem Treiben auf solchen Festen gewinnen wir aus den Reden Jesajas ein lebendiges Bild. Es herrscht Freude und Jubel (16, 10; 21, 13), in den Weinbergen und Feldern wird gejauchzt und gelärmt (16, 10), das Keltern des Weines scheint ein besonderes Fest gewesen zu sein (das.). Der Prophet selber trug einst, wohl bei einem Volksfest, das Lied ,,vom lieblichen Weinberg“ vor (5, 1 ff.), das Volk rief Hedäd (16, 10). Man hörte das Lärmen der Fröhlichen (24, 8), Harfenklänge ertönten (24, 8; 5, 12), Lieder wurden gesungen (24, 9; 30, 29), die Flöte gespielt (30, 29; 5, 12) und die Pauke geschlagen (5, 12). Rinder und Schafe wurden geschlachtet (21, 13), besonders beliebt waren Fettspeisen (25, 6), Wein wurde getrunken (21, 13; 24, 9), mit Vorliebe Hefen- und andere edle Weine (25, 6) und süßes Bier (24, 9) — Jesaja spricht von den Helden im Wein- (גמדים לשתות יין) und Mettrinken (5, 22). — In Prozessionen zog das Volk zum Tempel (30, 29), besonders behebt war die ״Nacht der Festesfeier“ — wohl die Nacht des Pesahfestes (vgl. Exod. 12, 42), — und man war von Herzen fröhlich (30, 29)1. Vom Götzenkult erwähnt Jesaja die Terebinthen und Gärten (1, 29), das Land ist voll von Götzen (2, 8), silbernen und goldenen (2, 20), 30, 22; erwähnt den Überzug der Götterbilder. 10, 11; ist von den Götzen Samarias und den Bildern Jerusalems die Rede. An großen Feiertagen erscheint das Volk vor Jhw (1,12)2, wahrscheinlich mit Gaben (Exod. 23, 15; 34, 20). Die Leute drängen sich — wohl mit Opfertieren — in den Vorhöfen des Tempels (1, 12). Als Feiertage werden nebeneinander genannt, einmal: Neumond, Sabbat und 13 ,1) עצרת), dann: Neumond und מועדים (1, 14) und sonst noch 5 ,4;13 ,1) מקרא .(1 ,29) חגים) bedeutet wohl dasselbe wie מקרא קדש (Lev. 23), das heißt eine gottesdienstliehe Versammlung am Sabbat oder anderen Festtagen. Auch von der Art des Betens an solchen Feiertagen können wir uns aus den Reden Jesajas ein Bild machen. Man breitet die Hände aus (1, 15)3 und hat vielleicht schon damals gewisse Gebetsformeln 1 30. 29: :השיר יהיה לכם כליל התקדש ח• 2 Eigentlich: ילרא1ר1 פני später mit Rücksicht auf die Unvorstellbarkeit Gottes schon von LXX als Nifal aufgefaßt, (Siehe Geiger, Ur- Schrift, 337). Im Assyrischen findet sich derselbe Ausdruck: itamar panu (Zimmern, KAt, 442; Anm. 1). 3 פרש כפים (Vergl. Exod. 9, 29; I. Kön. 8, 22; Ezra 9, 5; II. Chr. 6,13.) Zum Sprachgebrauch siehe Westphal, 132 f.; כפים ist die innere Handfläche, in die man die Gabe legt. Bei der Einweihung des Tempels streckt das Volk seine Hände אל הבית הזה (I. Kön. 8, 38). Der Psalmist erhebt seine