Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 64)
- Language
- German
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- Isaiah 1× ep/1005097
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24 (13, 2). Es herrschte die Sitte, die Kälberstatuen zu küssen (13, 2; vgl. I. Kön. 19, 18; Hi. 31, 27)1. Erwähnt werden die vielen Altäre (8, 11; 10, 1), die schönen Denksteine (10, 1), die Priester des Baal (10, 5: כמריו), und als Bezeichnungen für Götter kommen vor: ,(2 ,13) עצבים ,(2 ,11) פסילים ,(2 ,11;18;15;10 ,2) בעלים 1 ,3) אלהים אחרים) und gegossene Bilder (13, 2). Ihre Herstellung erforderte große Kunstfertigkeit (13, 2). Bei der Ablehnung dieses götzendienerischen Treibens macht Hosea keinen Unterschied zwischen חגים, Neumond- und Sabbat־ festen. Alle diese, durch fremden Kult geschändeten Tage, sollen gleichermaßen aufhören (2, 13). Dem entspricht es auch, daß der Schwur bei Jhw seinen Sinn verliert, wenn er in Gilgal oder Betel geleistet wird (4, 15), wie überhaupt die so gefeierten Festtage ihren Sinn verloren haben (9, 5). Die vielen Altäre, die das Reich Israel errichtet hat, dienen nur der Sünde (8, 11). Der heidnische Jubel beim Festesmahl wird bald zu Ende gehen. Dann gleicht das Festesmahl der Trauerspeise, wer an ihm teil־ nimmt, verunreinigt sich. Jhw brauchen darum keine Weinlibationen dargebracht zu werden, denn die Opfer sind ihm nicht genehm (9, 4). Das Opferbrot möge man zu Hause behalten (9, 4), statt Brandopfer darzubringen, möge man das Fleisch essen (8, 13). Je besser es Israel ergangen war, um so mehr Götzenaltäre und Denksteine hat es errichtet (10, 1). Seine Heiligtümer werden verwüstet werden, auf den Altären werden Domen und Disteln wachsen (10, 8). Zu spät wird das Volk einsehen, daß heidnische Altäre mit fremden Kulten nichts helfen, und verzweifelt ruft man den Hügeln und Bergen, also den Stätten der Heiligtümer zu: Bedeckt uns! (10, 8). Hosea faßt seine Auffassung vom Festtag und Kultus in den Worten zusammen: ״Liebe verlange ich und keine Schlachtopfer, und Gotteserkenntnis mehr als Ganzopfer“ (6, 6). Jesaja I. Jesaja wirkte als Prophet in Juda in einer Zeit, in der das Volk das Aufblühen Assyriens und den Fall Samarias erlebt hatte. Aber es hoffte auf die Hilfe Jhw’s vor dem es immer mehr bedrohenden Feind, und wenn es, wie im Jahr 701, durch den Abzug des assyrischen Heeres sich von drohender Gefahr gerettet sah, feierte es Freudenfeste (22, 1 8, 5 ist von dem עגל שמרון die Rede. Zu dem Kälberdienst wallfahrtete das Volk in ganzen Scharen (10, 5).