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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1934-01-01 · 1934 · page 63

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1934
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 63)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721059--062-2727513
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2:3 bezeichnet. Daneben finden sich die Ausdrücke: מועד DT1 (9, 5) und יום חג ה״ (das.). Das Gotteshaus ist: 1(4 ,9) בית ה״. Die uns erhaltenen Reden des Hosea geben vom Volksfesttag folgendes Bild: Man opferte auf den Gipfeln der Berge (4, 13; 10, 8), geräuchert wurde auf Hügeln, wo Eichen, Pappeln und Terebinthen Schatten spendeten (4, 13). Auch das Hierodulentum ist z. Z. Hoseas im Schwange (das.). Spricht aber Hosea von der Hurerei der Mädchen und dem Ehebruch der jungen Weiber, die sich mit den Tempeldimen beiseite schleichen und mit ihnen zusammen Opfer darbringen (4, 13 ff.), so sieht er in ihnen die Verführten (4, 14). Die Alten gaben ihnen ja das Vorbild (4, 14: הם bezieht sich auf die Alten). Das tiefe Verständnis für das verführte Weib ist bei Hosea zu begreifen. Hosea, der die Treulosigkeit seines eigenen Weibes hat kennenlemen müssen (1, 2), der sie 2 ,1) אשת זנונים) und seine Kinder ילדי זנונים nennt (das.), sieht in seinem eigenen Weibe im Kleinen das Abbild des Jhw treulos gewordenen Israel (2, 4 ff.). Er glaubt aber an die Rückkehr des treulosen Weibes (2, 9), besonders, wenn der Mann ihr gütig zuzureden weiß und sie liebevoll wieder aufnimmt (2, 16; 17). Es darf aus 2, 21 gefolgert werden, daß die Verlobungsfeier (ארוסים) damals eine besondere Rolle spielte. Als Kultorte werden bei Hosea Gilgal und Betel erwähnt, das er בית און nennt (10, 5; vergl. 4, 15), 10, 8; ist von den במות און die Rede2 3, 5, 1 von Mispä. Von Opfern, die wohl besonders an den Festtagen eine Rolle spielten, sind bei Hosea erwähnt: 6 ,6) עלות ,(4 ,9;6 ,6) זבח), die Weinübation (9, 4)8, wahrscheinlich auch den Dämonen dargebrachte Opfer (12, 12), Traubenkuchenopfer (3, l)4 * * *, und vielleicht auch Menschenopfer 1 Westphal, Jhw’s Wohnstätten, 91 macht auf den Ausdruck: •ארק ה aufmerksam, der ausdrücken soll, daß Jhw in Kanaan wohne. Doch findet sich bei Hosea noch: 4,1) דבר ה״ ,(5 ,9) יום חג ד,״ ,(1 ,8;4 ,9) בית ה״), so daß dem obigen Ausdruck wohl keine besondere Bedeutung beizumessen ist. 2 Das Heiligtum von Mispä ist, der Parallele mit dem Tabor (5,1) wegen, wahrscheinlich identisch mit Mispe-Gilead, das in der Jiphtaherzählung vorkommt und später Asylstadt für die Gaditen wurde. Siehe Westphal, 102. 3 Weinlibationen sind auch sonst bezeugt (Exod, 29,40; Num. 15,2 ff.; 28, 12 ff.). Nach Sir. 50, 17 wurde der Wein an den Altar gegossen (Westphal, 79). 4 אשישי ענבים. Vergl. Jes. 16, 7: אשישי קיר חרשת u. die Kuchen der ״Himmelskönigin“. Die Kollyridianerinnen übertrugen den Brauch, den sie als heidnische Araberinnen zu Ehren der Göttin Uzza übten, nämlich ihr Kuchen opferten, als Christinnen auf Maria (Wellhausen, Beste, 38; Marti, z. St.).

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