Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 60)
- Language
- German
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20 den Hurenlohn (אתנן דנה) als Geschenk für den Tempel verbieten (Dt. 23, 19) — die Verehrung der Götterbilder (,פסילים סמל ,צלמים ,עצבים) aus Holz oder Stein, die kunstvoll gemacht (Hos. 13, 2) und oft mit einem Gold- oder Silberüberzug versehen waren (Ri. 17, 4; Jes. 10, 14; 40, 19; 44, 9)1 * *, die Sitte, in den Gräbern und verborgenen Orten mystische Kulte zu pflegen (Jes. 65, 4) und allerlei abscheuliches Getier zu genießen (das), so versteht man die Propheten, die solche Kulte eine ,,Verunreinigung des Landes oder des Tempels“ nannten (Jer. 2, 7; Ez. 9, 7; 22, 3; 23, 38; 36, 18 etc.). Sie machen bei dieser Beurteilung keinen Unterschied zwischen Festkult und sonstigem Brauch. Weil der Volksfesttag von solchen Kulten nicht zu trennen war, lehnten sie ihn wie diese ab. Und sie machen dabei auch nicht Halt vor der ausgelassenen Fröhlichkeit am Festtag. Was ihnen vorschwebte, war die Weihe und würdige Ruhe des Feiertags. Arnos. Den Volksfesttag hat Arnos aus dem damaligen Leben im Reiche Israels, genau kennengelemt. Er kennt die Kultorte von Betel, Gilgal, Beräeba' und Dan (4, 4; 5, 5; 8, 14)8, er weiß von den ״Anhöhen Ishäqs“ und den ״Heiligtümern Israels“ (7, 9)8. Überall im Land stehen Altäre (2, 8: אצל בל מזבח) und wahrscheinlich auch Götterhäuser (das)4 * * *. Die Arten der Feste, die er aufzählt, sind: עצרת ,(21 ,5) חגים (das.), Neumond- und Sabbatfeier (8, 4)s. חג bezeichnet nicht nur die in späterer Zeit vom ganzen Volk gefeierten, überlieferten Festtage (Exod. 23, 15; 34, 18; 34, 25; Lev. 23, 6; 34; Dt. 16,10; 13; etc.), und besonders eingeschaltete Einweihungsfeste (I. Kön. 8, 65), sondern auch 1 Man vergl. aus dem Festritual des 3. Nisan beim babylon. Neujahrsfest: ״Am Vormittag dieses Tages werden von einem Holzschnitzer, einem Goldschmied und einem Weber 2 mit Gold und Edelsteinen verzierte bekleidete Holzfiguren . . . aus Zedern- und Tamariskenholz in Bearbeitung genommen . . .“ (Zimmern, Neujahrsfest, 5). 8 Man schwört bei der אשמת שמרון und den Göttern von Dan und Beräeba‘. Asima ist mit dem babylon. Götternamen ISum zusammengestellt worden (siehe E. König, die Gottheit Aschima, ZAW Bd. 34, 24). 8 13 ,7) מקרש מלך) ist wohl der große Tempel zu Samaria. Dort gab es das בית הבעל, das Ahab erbaut hatte. (I. Kön. 16, 32), das vielleicht dasselbe Heiligtum war. 4 Die Götterbilder trug man in feierlicher Prozession umher (5, 26). 6 Am Sabbat ruhte der Handel und die Landarbeit. Der Neumond wurde ebenso gefeiert. Nach Ez. 46, 4—7, war das Ritual für beide Tage so ziemlich dasselbe.