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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1934-01-01 · 1934 · page 58

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1934
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 58)
Language
German
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18 einem Wagen fahrend gedacht (Spiegel, das.). Die Stelle Ez. 8,17: Q&K הנם שלחיים את הזמורה אל ist wahrscheinlich (Bertholet) mit dem bare^ma der Perser zu erklären, (Spiegel, Avesta, II, 7; 49ff.), das die Sonnenanbeter sich an die Nase hielten. (Spiegel, Eran. Altertümer III, 571)1 2 * * * * *. Aus Jer. 19, 13; Zeph. 1, 5; II. Kön. 23, 5; 12; ergibt sich, daß man in Kanaan Sonne und Gestirne auf Dächern durch Räucheropfer ehrte. Dort standen בתים (Jer. 19, 13; 32, 29) zu diesem Zweck. Daß der Kult nur auf den Dächern lokalisiert war, ist nicht wahrscheinlich8. Die חמנים (Jes. 17, 18; 27, 9; Ez. 6, 4; II. Chr. 14, 2; 4) waren wohl als eine Art Sonnensäulen dem Baal Hammön geweiht (Lidzbarski, Ephemeris, 159ff.; Westphal, 223). Zum Planetendienst der damaligen Zeit gehörte auch der Kult der ״Himmelskönigin“ (Jer. 7, 18; mit LXX zu 44, 17 מלכת שמים zu lesen), wahrscheinlich nicht der Mond, sondern die Venus, als Astarte gemeint. Diese Gottheit wurde zu Jeremias Zeiten, wohlan festgesetzten Tagen, mit Räucherwerk, Speise- und Gußopfem geehrt (Jer. 7,17; 18; 44,17). Man gelobte bei ihrem Namen (Jer. 44, 25). Die Speiseopfer waren ,,Kuchen“ (Jor. 7, 18: סדם). Die Zubereitung scheint feierlich vor sich gegangen zu sein. ,,In den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems“, d. h. überall im ganzen Lande, sammelten die Kinder an den der Himmelskönigin bestimmten Tagen Hölzer, die von den Vätern in Brand gesteckt wurden. Inzwischen kneteten die Frauen Teig und buken dann die ״Kuchen“ (Jer. 7, 18; f.). Von dem Glauben an die Gestirne ist in späterer Zeit Sap. Salom. 13, 2; die Rede. Er galt ״der Sonne, dem Mond und den Planeten und dem ganzen Heer des Himmels“ (II. Kön. 23, 5). Auf den Dächern waren בתים auf gestellt, auf denen man ״dem ganzen Heer des Himmels“ räucherte (Jer. 19, 13). Man bückte sich vor den Gestirnen (Zeph. 1, 5), wie auch, wie schon erwähnt, die Sonnenanbeter zur Zeit Ezechiels taten. Es gab gewisse Kultgeräte (II. Kön. 23, 4: כלים) für den Dienst dieser Gottheiten. 1 So Lagarde, Ges. Abt., 159; Seheftelowitz, die altpersiscbe Bel. u. das Jdt., 6 denkt an einen Phallusdienst. 2 Auf dem Dach hielt man sich zur Erholung auf (II. Sam. 11, 2), schlief dort im Sommer (I. Sam. 9, 26), hielt dort mit jemandem Zwiespräche ab (I. Sam. 9, 25), wehklagte dort (Jes. 15, 3; Jer. 48, 38). Man konnte von dort das Treiben bei Festen beobachten (Ri. 16, 27). Zur Zeit Nehemias feierte man dort das Laubhüttenfest (Neh. 8, 16). Doch ist zu vergleichen, was Strabon, XVI, 4,26; von den Trank- und Brandopfern der Nabatäer berichtet, die auf Altären, die auf Dächern errichtet waren, der Sonne dargebracht wurden.

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