Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 56)
- Language
- German
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16 fremden Götterbildern in den Jhw-Kult. Denn Ex. 20, 4; wird deutlich פסל im Gegensatz zu dem אל קנא gesetzt1. Desgl. dürfen wohl auch die .Kälber, die Jerobeam in Dan und Betel einführte (I. Kön. 12, 28; II. Kön. 10, 29; Hos. 8, 5; Tob. 1, 5) nicht als Jhw-Bilder angesprochen werden. Diese Götterdar- Stellung mochte vielmehr dem Volke, das im Reiche Israel Jhw als Baal bezeichnete, am meisten entsprochen haben. Nach Exod. 32, 3; Dt. 9, 21; Neh. 9, 18; Ez. 20, 7; 8; war wohl dieser Dienst aus Aegypten eingeführt. Jerobeam führte ihn in Israel ein, um das Volk davon abzuhalten, Schlachtopfer (דבחים) im Tempel zu Jerusalem (I. Kön. 12, 27) darzubringen und überhaupt die Wallfahrt dorthin zu unternehmen (das. v. 28). Dort gab es ein בית במות (das., v. 31) und Priester nicht levitischer Herkunft (das.). Dort wurde ein dem im 7. Monat gefeierten Laubhüttenfest entsprechendes Fest im 8. Monat gefeiert (das. v. 32; 33). Der Kult in Dan und Betel wurde bezeichnet als מסכה 11) שנים עגרים. Kön. 17, 16) oder עגל מסכה (Neh. 9, 18), womit deutlich auf das עגל מסכה der Wüstenwanderung (Exod. 32, 8), das ein אלהי והב war, (das. v. 31); angespielt wird. Wenig ist auch vom Schlangenkult bekannt, der zur Zeit Hisqias noch in Jerusalem in Blüte stand (II. Kön. 18, 4). Die Eimichtung wurde auf Moses zurückgeführt (das. u. Num. 21, 5; vergl. Sap. Salom. 16, 5 ff). Dieser Schlange (נחשתן) wurden Räucheropfer dargebracht (II. Kön. 18, 4). Neben dem in Jerusalem stationierten Kultus ist w*ohl noch der ״Schlangenstein'4 (I. Kön. 1, 9: אבן הוחלת) und die ״Drachenquelle" (Neh. 2, 13: עין התנין) zu nennen. Daß man der Schlange Lebenskraft zuschrieb, erinnert an das Lebenskraut des Utnapiätim, das eine Schlange raubt (Jeremias, ATAO, 106). Bei den Assyrern dienten die Schlangen als Wächter an Tempeln (Keilinschr. Bibi. III, 2, 23; 25; 73). Diod. II, 9 berichtet von zwei silbernen Schlangen im Beltempel zu Babylon. Im Tempel zu Gezer fand man ein Schlangenbildnis. Auf babylonischen Abbildüngen steht die Schlange neben dem Lebensbaum (Benzinger, 327). Bekannt ist die Schlangengestalt der ägypt. Isis und die Uräusschlange der Pharaonen. Orthodoxe Mohammedaner begraben tote Schlangen als ״gläubige öinn“. (Suhailis Kommentar zu Ibn Hiääm, ed. Wüstenfeld, II, 41. Vergl. Wellhausen, Reste, 153; Smitli, 1002 *. 1 Vergl. Obbingk, Jhw-Bilder, ZAW, Bd. 47, 265. 2 Die christliche Identifizierung der Schlange des Sündenfalls, die dem ersten Menschen das ewige Leben verschaffen will, mit dem Satan