Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 54)
- Language
- German
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14 Höhen (siehe oben), oder auf gewöhnlichen Altären dargebracht (II. Chr. 34, 4). Ihnen wurden Menschen geopfert, besonders Kinder (Jer. 19, 5), aber auch Tiere (I. Kön. 18, 23) und Raucher• werk (Jer. 7, 9; 11, 13; 32, 29). Neben der Kultstätte scheint es oft eine Aierä gegeben zu haben (Ri. 3, 7; I. Kön. 18, 19; II. Kön. 23, 4;). Im Dienste des Baal traten auf: Priester, Propheten, Diener (II. Kön. 10, 19 ff.), und Tempeldimen (II. Kön. 23, 7), die ihre ״Häuser“ im Tempel zu Jerusalem hatten (בתי הקדשים), wo die Frauen für die A§erä webten (II. Kön. 23, 7). Von dem Kult der ASerä, die einmal einen Pfahl oder einen Baum neben einem Altar bedeutet (Vergl.Ri. 6, 26: 1(עצי האשרה, dann eine weibliche Gottheit, kann festgestellt werden, daß der Pfahl die mit der männlichen Gottheit verknüpfte weibliche symbolisierte2. Solche Pfähle oder ״Säulen“ mit weiblichen Gliedern hat Herodot (II, 106) in dem syrischen Palästina gesehen. Der Kult war unzüchtig (II. Kön. 23, 7). Die Göttin hatte zahl• reiche Priester wie Baal (I. Kön. 18, 19; Lucian, de dea Syria § 42). Solche Säulen, oft aus Holz (Ri. 6, 26) waren gelegentlieh auf dem Altar des Baal aufgerichtet (Ri. 6, 25), fanden sich auch im jerusalemer Tempel (II. Kön. 21, 7; 23, 6), und besaßen sogenannte בתים (II. Kön. 23, 7), die die Frauen webten (das.), vielleicht Baldachine oder ähnliches. Der Kult fand statt ״auf jedem hohen Hügel und unter jedem grünen Baum“ (II. Kön. 17, 10). Vielleicht ist auch unter dem Orakelstab (Hosea 4, 12: עמי בעצו ישאל ומקלו יגיד לו) der Aäeräpfahl zu verstehen. Eine פסל האשרה stellte Manasse im Tempel auf (II. Kön. 21, 7). Von dem Kult der Astarte (עשתרת, offenbar wie סלך nach בשת vokalisiert), die bei den Phöniziern als Taubengöttin (Smith, 223) oder mit einem Stierkopf dargestellt wurde (das. 237), 1 Siehe Ausdrücke wie: ויציבו.... אשדים (II• Kön. 17, 10), האשרה עמדה (H. Kön. 13, 6), ויכרת את האשרה (II. Kön. 23, 14), אשריהם הגדעון (Dt. 7, 5) etc. 2 Siehe Baudissin, Studien zur sem. Religionsgeschichte, 1876. II, 193; 196; Baethgen, Beiträge zur sem. Religionsgeschichte, 1888, 218. Von einer kanaan. Göttin Aserä ־wissen wir durch die in Amarna vorkommende Göttin Asirtu oder /Asratu (Knudtzon, die El - Amarna- Tafeln II. 1555). Phöniz. באשרת אל המון scheint für אשרת die Bedeutung ״Heiligtum“ vorauszusetzen, wie assyr. asirtu (KAT, 437). Die Wiedergäbe des Wortes mit ״Hain“ (LXX, Vulgata) ist jedenfalls nicht richtig. Rob. Smith, 144; Anm. 269; nennt ein assyrisches Denkmal, das einen ornamentalen Pfeiler zeigt, der neben einem tragbaren Altar errichtet ist. Vor ihm stehen Priester, mit einer kultischen Handlung beschäftigt. Sie berühren den Pfeüer mit ihren Händen, vielleicht salben sie ihn.