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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1934-01-01 · 1934 · page 50

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1934
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 50)
Language
German
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IRI
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10 19, 36), die Propheten selber bedienten sich der Musik, um in Ekstase zu kommen (I. Sam. 10, 5; II. Kön. 3, 15). David soll die Musik mit dem Tempelkult in Verbindung gebracht haben (I. Chr. 16, 4 ff.; 25, 1 ff.), die Leviten übten sie bei den Opfern (II. Chr. 5, 12 ff.; 7, 6; 29, 25 ff.; 35, 15). Sie waren dabei in edle Gewänder gekleidet (II. Chr. 5, 12) und sangen: ״Preiset Jhw, denn er ist gütig, denn ewig währet seine Gnade“. (II. Chr. 5, 13; 7, 6). Daß man auf die Harmonie beim Zusammenklingen der Instrumente Wert legte, ergibt sich aus II. Chr. 5, 13 ff. Ein besonderes Fest war die Schafschur (I. Sam. 25, 2 f.; II. Sam. 23, 23), den heimkehrenden Sieger empfing man mit Gesang und Tanz (Ri. 11, 31; I. Sam. 18, 6). Die Propheten, die, wie wir sehen werden, so sehr gegen die fremden Kulte eifern, lehnen auch einen nicht imerheblichen Teil dieser an sich harmlosen Sitten ab. Alle profanen Dinge hatten für sie Jhw heilig zu sein (Zak. 14, 20 f.), die Erinnerung an den Ursprung der Instrumentalmusik mögen sie bewahrt haben, wie ihn Gen. 4, 21 lehrt. Denn auch andere Völker übten, wie man damals wußte1, die Musik bei ihrem Kult. So die Ägypter (Exod. 32, 18; Herodot II, 60), die Phönizier (Ez. 8, 14; 26, 13), die Chaldäer (Dan. 3, 5) und die Griechen (Homer Od. I, 338). An Davids oder Salomos Hof scheint eine Art Hofkapelle bestanden zu haben (II. Sam. 19, 35; Pred. 2, 8), und auf diese ist wohl die Verbreitung der weltlichen Musik zurückzuführen, die sich mit den fremden Kulten verband, immer mehr ausartete und einen wollüstigen Charakter annahm (Jes. 5, 12; 24, 8; Jer. 7, 34; Am. 6,5). Fremde Dirnen durchzogen das Land (Jes. 23, 10), es gab bekannte Dirnenlieder (das). Da verlor auch die Tempelmusik für die Propheten ihren Sinn (Am. 5, 22) und Hisqia und Josia mußten sie reformieren (II. Chr. 29, 27; 35, 15). Die vielen Musikinstrumente der Psalmenbücher zeigen, welche Rolle die Musik bei dem offiziellen Kultus spielte. Die Erinnerung an bedeutsame Geschehnisse der Vergangenheit muß für die Propheten eine gewisse Rolle gespielt haben, wie ihr Kampf um den Sinn der Pesah- und Sukkotfeier beweist. Der Auszug aus Ägypten wird in den prophetischen und historischen Büchern des A. T. vielfach eiwähnt (Jos. 24, 6; Ri. 2, 12; I. Sam. 12,6; I. Kön. 8, 21; 9, 9; 12.28; II. Kön. 17, 36; Jes. 11,16; Jer. 2, 6; 7. 22; Ez. 20, 6; 10; Hos. 2, 17; Am. 2, 10; Mi. 6, 4; 1 Allgemein spricht über die häufige Verwendung der Musik bei religiösen Vesten Strabon, X, 3, 8.

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