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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1934-01-01 · 1934 · page 48

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1934
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 48)
Language
German
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IRI
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8 tages gleichermaßen üblich gewesen* 1. An ihm fand, wie an! Sabbat2, eine gottesdienstliche Versammlung statt (Jes. 1, 13; Ez. 46, 1 ff.), besondere Opfer wurden dargebracht (Neh. 10, 33; I. Chr. 23, 31; II. Chr. 2, 4; 8,13), an ihm wurde so wenig wie an Vorsabbaten, Sabbaten, den Festen und Freudentagen ״des Hauses Israel“ gefastet (Judith 8, 6), das Geschäft ruhte (Am. 8, 5), und man suchte geistige Erholung (II. Kön. 4, 23). An Sauls Hof wurde feierlich Tafel gehalten (I. Sam. 20, 4 f.; 25 ff.), und die Geschlechtersippen wählten den Neumond für ihre Opfer (I. Sam. 20, 6). Zur Zeit Philos wurde dieser Feiertag nicht mehr durch Enthaltung von der Arbeit begangen, wie auch Apokr. und N. T. mondstag gewesen sei und sich erst später zu dem die siebentägige Woche abschließenden Ruhetag entwickelt habe, hat Budde (Z. A. W., 1930) mit Recht darauf hingewiesen, daß Sabbat und Neumond durch das ganze Jahr in bestimmten Zeitabschnitten wiederkehrende Feste sind, und daß beide durch Enthaltung von der Arbeit begangen wurden (Am. 8, 5; II. Kön. 4, 23). Der bekannte babyl. sapattu ist niemals als eine Bezeichnung des Vollmondes selbst belegt. Es ist nicht bewiesen, daß das Vollmondsfest sapattu genannt wird, sapattu ist vielmehr der Vollmondstag (siehe Z. A. W., 1930, 141). Die Bezeichnung des Tages als üm nuh libbi (CT. XVIII, 23, 17) kann sich auf das Beruhigen durch Gebet, der guten Stimmung (durch Opfer usw.) beziehen. Landsberger (der k. K. d. B. u. Ass., 131 ff.) stellt Worte wie diese für diesen Tag zusammen: kunnu, ״feierlich herrichten“, naharmufu, ״beten“, sullu ״beten“ usw. Allen diesen Worten ist die Bedeutung ״Verkehr mit den Göttern“ gemeinsam. Die Sabbat f e i e r kann jedenfalls in keinem genetischen Zusammenhang mit den Unglückstagen (üme limnüti) stehen, die im Leben des Volkes kaum von Bedeutung waren (Landsberger, 99). 1 Vergl. das Gebet an Sin am Neumondstage: ״Das Monatsende ist der Tag deines Beschlusses, des Orakels für die großen Götter. Der 30. Tag ist dein Festtag, ein Freudenfest deiner Gottheit. Gott des Neumondes (namrasit; namru Glanz; situ Ausgehen), von unvergleichlicher Macht, dessen Rat und Bescheid niemand erfaßt. Ich habe dir unter Klagen ein Trankopfer bei Nacht gebracht, ich habe dir in Freuden eine Trankspende geweiht“ (King, Babylonian Magic, Nr. 1, Obv. 14—27; J. A. Craig, An Assyrian Incantation to the God Sin vergl. Jastrow, I, 440). Auf der 5. Tafel des Enuma elis (Z. 12 ff.) wird von dem Mond gesprochen, der aufleuchtet, damit er die Nacht verwalte und als Nachtkörper bestimmt ist, um die Tage zu kennzeichnen. Nielsen, die altarab. Mondreligion, Straßb. 1904, 63, verweist auch darauf, daß in der babyl. Sternkunde der Umlauf der Gestirne als ״Gang“ (alaktu), die Bahn als ״Weg“ (harränu) und die stationäre Ruhe als manzazu oder subtu bezeichnet wird. (Enuma elis, Taf. V, 21). Auch mazzaltu (arab. manzil, hebr. מול) findet sich. 2 Ob am Neumond, wie am Sabbat die Königliche Leibwache den Verkehr im Tempel regelte (II. Kön. 11, 5; 9) wissen wir nicht, ist aber wahrscheinlich.

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