Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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8 Jahrzeitstage des Stifters, am 4. Januar 1935, wurde in gewöhnter Weise im Seminar ein Trauergottesdienst abgehalten. Im Laufe des verflossenen Jahres konnte das Dozentenkollegium den folgenden hochverdienten Gelehrten und Forschem herzliche Glückwünsche aussprechen: Herrn Oberrabbiner Immanuel Löw zum 80. Geburtstage, dem Rektor des judaistisehen wissenschaftlichen Institutes in Warschau, Herrn Professor Dr. Moses Schorr, dem Dozenten für Talmud am Jewish Theological Seminary in New York, Herrn Professor L. Ginzbe rg, Herrn Professor Dr. Ismar Elbogen, unserem ehemaligen Hörer, dem verehrten Kollegen an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin, und ferner dem Freunde unserer Anstalt, Herrn Guido Neustadt, Breslau, zum 60. Geburtstage. Einem der ältesten Hörer unseres Seminars, Herrn Rabbiner Dr. Berthold Einstein in Landau (Pfalz), der an der Wende des Jahres 1933 sein 70. Lebensjahr vollendete, war durch Gottes Segen das Glück vergönnt, in diesem Jahre sein 40. Amts- Jubiläum zu begehen. Wir sprechen ihm an dieser Stelle unsere herzlichsten Glückwünsche aus. Zu unserer Freude konnten wir auch den ehemaligen Hörer unseres Seminars, Herrn Bezirksrabbiner Dr. Heimann Chone in Konstanz, im verflossenen Jahre zu seinem 60. Geburtstage ebenso wie später zu seinem 25. Amtsjubiläum beglückwünschen. Die jüdische Wissenschaft hat durch das Ableben des großzügigen Förderers und Organisators jüdisch-wissenschaftlicher Arbeit, Herrn Dr. George A. Kohut, New York, einen schweren Verlust erlitten. Gleich den anderen Schwesteranstalten ist unser Seminar ihm für mannigfache Förderung unserer Hörer zu Dank verpflichtet. Sein Andenken wird unvergessen bleiben! Unseren Schwesteranstalten, dem Jews* College in London, das durch den Heimgang des Dozenten Professor Dr. Hartwig Hirschfeld in tiefe Trauer versetzt wurde, und dem Jewish Theological Seminary in New York, das den Tod des Herrn Professor Dr. Jacob Hoschander zu beklagen hatte, haben wir in herzlicher Anteilnahme unser Beileid ausgesprochen. Das deutsche Judentum ist durch das plötzliche Hinscheiden des verdienstvollen Kurators und Förderers des Rabbinerseminars zu Berlin, des Rabbiners Dr. Meier Hildesheimer, eines seiner edelsten Männer beraubt worden. Der Unterzeichnete nahm an der Beisetzung dieses tatfreudigen, mit unendlicher Liebe für die heiligen Werte des Judentums wirkenden Mannes teil und