Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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ד des Berichtsjahres 41 Hörer. Von diesen sind 5 Hörer beurlaubt, 3 davon zwecks Studiums an auswärtigen Universitäten. Der Staatsangehörigkeit nach sind von den z. Zt. an der Anstalt studierenden Hörern 28 Reichsdeutsche, 7 Tschechoslowakei 4 Polen; 2 Hörer sind staatenlos. Außerdem befinden sich 15 Seminarhörer in den Abschlußprüfungen; mehrere dieser Rabbinatskandidaten setzen ihre wissenschaftliche Arbeit am Seminar fort. Unter den Kandidaten sind 8 Reichsdeutsche, 4 Polen, 2 Ungarn und ein Staatenloser. Von den ehemaligen Hörem des Seminars ist Herr Dr. HeinrichFisch zum Rabbiner in Lovasbereny (Ungarn), Herr Dr. Stanislaus Simon zum Rabbiner in Inowraclaw (Polen) und Herr Dr. Moses Weißmann zum Tempelprediger in Tarnow (Polen) gewählt worden. Die Herren Rabbiner Abraham Goldberg und Dr. Lazarus Landau sind in Lehrämter berufen worden. Herr Goldberg wirkt in Chemnitz als Leiter der Talmud Thora-Schule, Herr Dr. Landau als Religionslehrer in Norrköping (Schweden). Zu unserer besonderen Freude wurde unser ehemaliger Hörer, Herr Rabbiner Dr. HeinrichGuttmann, bislang Bezirksrabbiner in Landsberg, zur ehrenvollen Lehrtätigkeit an die Landesrabbinerschule Budapest berufen. Herr Rabbiner Ernst Hoffmann hat an Stelle seines früheren Amtes in Arnswalde das Predigeramt in Deutsch-Krone übernommen. Von den Hörern, die in den Abschlußprüfungen stehen, sind folgende Herren in Rabbiner- bzw. Predigerämter berufen worden: Dr. Alfred Jospe zum Bezirksrabbiner in Schneidemühl, Rabbinatskandidat Jakob Kokottek zum Prediger in Waldenburg, Rabbinatskandidat Karl Richter zum Rabbinatsverweser in Hirschberg, Dr. Lothar Rothschild zum Rabbinatsverweser in Saarbrücken, Rabbinatskandidat Ulrieh Steuer zum Rabbinatsverweser in Karlsruhe (Baden). Im Gottesdienste der Seminarsynagoge wurde, wie alljährlich, der heimgegangenen Dozenten in den Predigten gedacht. Die Gedächtnisfeier für den verewigten Direktor Dr. Zacharias Frankel wurde an seinem Todestage in der traditionellen Weise begangen. Den wissenschaftlichen Vortrag hielt Herr Rabbinatskandidat Aron Ohrenstein über das Thema: ״Die Stellungnahme Zacharias Frankels in dem Kampfe um den Gebrauch der hebräischen Sprache im synagogalen Kultus und deren Begründung im rabbinisch-halachischen Schrifttum“. Am