Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1932
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 90)
- Language
- German
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57 sehen. Die andere wird eine allgemeine Auferstehung sein, unmittelbar vor dem 7. Jahrtausend, das עולם התחייה genannt wird339. Auf letzteres bezieht sich der Bibelvers ״Und viele von den im Erdenstaube Schlafenden werden erwachen“ (Dan 122)340. Werden die Auferstandenen wieder sterben? RDbS polemisiert gegen jene Auffassung, wonach sie sterben werden, ohne daß ihr Körper zerfallen wird. Er beweist, daß sie ewig leben werden. Denn er habe eine Überlieferung, daß es zwei Auferstehungen geben wird. Genau wie bei der zweiten Auferstehung die Neubelebten am Leben bleiben, so werden auch die bei der ersten Auferstehung zum Leben Erwachten nicht mehr sterben. . .341. Auf die Frage, wie die Midraschim342 zu verstehen sind, welche behaupten, daß alle Festtage mit Ausnahme von Purim verschwinden werden, während es doch heißt: ״Man soll nichts hinzufügen und nichts wegnehmen (Deut 42)“ und folglich auch kein Buchstabe aus der Thora entfernt werden dürfe, antwortet RDbS folgendermaßen: Diese Stelle bezieht sich auf die messianische Zeit: Es wird soviel Gutes, Glück und Freude über Israel kommen, daß alle Tage den Menschen gleich erscheinen werden, gleichsam als wären die Feiertage aufgehoben. . . Nur das Purimfest wird in Erinnerung bleiben, obwohl es nicht biblisch ist, weil Israel den Schmerz jener Zeit in Erinnerung haben wird, da die Erlösung beim zweiten Tempel keine vollständige war, während der Frondienst in Ägypten durch die Königszeit und den Bau des Tempels in Vergessenheit geraten ist. . . Ähnlich ist auch die Stelle zu verstehen, daß der Genuß des Schweines (חזיר) erlaubt sein wird... Nach der kabbalistischen Auffassung aber ist die Stelle folgendermaßen zu verstehen: Es gibt im Himmel einen Engel namens 889 Über die Frage, in welcher Scbemitta (שמטה, von denen jede aus 7 Jahrtausenden besteht) wir leben — ob in der zweiten oder letzten —, sowie über die Schemitta selbst vgl. Magen David S. 8a, 10a, 22b, 39a f., 49a; Migdal David S. 8c, 22a; Mezudath David N. 118, 298. 840 N. 1069, 879. Mag. D. S. 23a, Mig. D. S. 41, 83. Vgl. auch Zunz, Zur Geschichte und Literatur S. 379. Vgl. noch Aptowitzer, Parteipolitik der Hasmonäerzeit S. 246, 260. — Vgl. noch Mezudath David N. 77 S. 10c, wo gesagt wird, daß es drei Belebungen von Toten gibt: 1. bei der Geburt, die nach der Lehre von der Seeienwanderung eine Aufeistehung ist, 2. beim Erscheinen des Messias für die Gerechten, 3. eine allgemeine, entsprechend der dreimaligen Erwähnung der Belebung der Toten in der zweiten Benediktion des Achtzehngebetes. Vgl. noch Magen David S. 23a. 841 N. 839, vgl. noch N. 2267. 842 Mid. Mischle 9, 2. Vgl. auch Rabiab ed. Aptowitzei II 273. Vgl. dazu Aptowitzer, Parteipolitik usw. S. 117.