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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1932-01-01 · 1932 · page 59

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1932
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 59)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721063--55-2727339
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26 scheidet RDbS im bejahenden Sinne. Er bezeichnet die Meinung eines Gelehrten, wonach Cypern (איי קוברום) in dieser Beziehung zu Palästina gehören soll, als einen Irrtum und lehnt auch die Ansicht Estori Parchis185 ab, der nicht .nur Ghaza, sondern auch פץ, worunter Trabulus186 zu verstehen ist, als Palästina bezeichnet157. c) Aus vielen Stellen geht hervor, daß der Tempelberg mit dem Heiligtum höher als das übrige Jerusalem gelegen waren. Heute aber sehen wir gerade das Gegenteil, daß nämlich Jerusalem höher als der Tempelberg ist, mit Ausnahme der Südseite, wo das Tal Jehoschaphat ist, dort aber waren keine Gebäude. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären? Antwort: Zwei Dinge haben jenes veranlaßt: 1. Senkung des Tempelberges. Der Tempel (הבית) ist mehrmals von Nichtjuden erobert worden, die ihn bis auf den Grund niederrissen; erstens aus Haß, zweitens damit er nicht höher als ihr ״Ort“ läge. Da der Ort eine Neigung hat, pflegten die Regenwasser, die auf den Tempelberg hinabflössen, die Erde aufzuweichen und wegzuschwemmen, so daß im Laufe der Zeit der Boden des Tempelberges niedriger wurde. Außerdem haben die nicht jüdischen Könige dort Grabungen vornehmen lassen, um den Grund des Tempels bloßzulegen zum Zwecke der Errichtung neuer Bauten. Ein Beweis dafür ist der Schethijafelsen, der nach dem Talmud (Joma 53b) drei Fingerbreiten über dem Boden hervorragte, heute sagten mir die Nichtjuden158, daß er mehr als zwei Stockwerke hoch ist15♦. 2. Erhöhung der Stadt. Jerusalem ist oft zerstört worden. Aus den Trümmern der Häuser wurden Hügel. Als dann nach langer Zeit die Stadt wiedererobert wurde, wurden auf den Trümmern der alten Häuser neue errichtet. Dieser Vorgang wiederholte sich einige Mal, so daß der Boden Jerusalems höher wurde. Noch heute kann man Gebäude unter den Häusern finden, und selbst wenn man tief graben würde, würde man nicht auf den Urboden stoßen. Noch heute muß man, wenn man von den in der Nähe des Heiligtums gelegenen Häusern zum (Platze des) Tempels gelangen will, mit Stufen hinaufsteigen, so waren auch die anderen Häuser niedriger als der Tempel. Ähnlich verhält es sich mit dem Berg Zion. Zwar gibt es Häuser in der Nähe Zions, die auf Felsen (und nicht auf Trümmern) stehen, doch gehören auch sie zum Berg Zion. Auch das jüdische Viertel gehört — wie mir Nichtjuden sagten — zu Zion160. 155 A. a. O. S. 254. 186 Das. 146, 253, 279. Vgl. auch Schwaiz a. a. O. S. 36. Vgl. noch S. Assaf in Tarbiz III S. 345 f. 187 N. 1105. 188 RDbS durfte den Ort als Jude nicht betreten. Außerdem hätte er sich aus religiösen Gründen gescheut, dies zu tun, da wir alle heute ״unrein“ sind. Vgl. dazu N. 691. Vgl. auch den Brief des R. Obadja Bertinoro (1487/8) bei Eisenstein a. a. O. S. 119. 159 Vgl. dagegen die Reisebeschreibung des Meschullam aus וואלטחז (bei Eisenstein S. 100). Vgl. noch das. S. 195b. Vgl. noch Luncz in ״ Jerusalem“ V Ulf. und Ch. M. Michlin, הר הבית in ״Jerusalem“ ed. Luncz XI u. XII 137 ff. 160 N. 639. Vgl. auch weiter.

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