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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1932-01-01 · 1932 · page 51

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1932
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 51)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721063--47-2727331
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In einem Falle, wo eine Scheidung notwendig war, empfiehlt RDbS, diese zu verzögern und Untersuchungen anzustellen. ״Denn das Scheiden ist so schwer wie der Tod. Der Mann, der seine Frau liebt, wird, wenn er eine andere Frau heiratet, an seine erste Gattin denken. Dasselbe wird auch bei der Frau geschehen, die ihren Mann liebt und einen anderen heiratet84/׳ Rüben hatte das Recht, in der Synagoge für Sabbat Lichter anzuzünden. Er ist dann verarmt und konnte sein Recht nicht in dem Maße ausüben, wie es früher der Fall war. Als er einmal wenig öl sandte, wollte es die Gemeinde nicht annehmen und übertrug dieses Recht auf Simon. Rüben protestierte dagegen und RDbS sollte den Fall entscheiden. Dieser meint, daß Rüben Anspruch auf das Recht hat. Die Gemeinde war nicht berechtigt, die Annahme des Öls zu verweigern, denn für Gott ist das Opfer eines Armen wertvoller als das eines Reichen85. RDbS bezeichnet einen großen Gelehrten, der um seinen verstorbenen Sohn keine Tränen vergoß, als einen hartherzigen Mann von schlechten Eigenschaften86. Den Propheten Elia, den Eiferer, hat der Ewige deswegen bemüht, vierzig Tage von Palästina weg zu wandern, und ihn nicht in Erez Israel die Erscheinungen offenbart, damit er für Israel bete. Als er dennoch ein Eiferer blieb, sagte Gott, Elia sei nicht würdig, auf der Welt zu bleiben, und beauftragte ihn, Elisa zu salben. Ihn am Leben lassen wollte er nicht, weil er Israel anklagen würde, ihn töten mochte er nicht, so hat er ihn in den Himmel entrückt87. Ein wichtiger Zug im Wesen des RDbS ist die Tatsache — der wir übrigens auch bei anderen Gelehrten begegnen88—, daß manche seiner Äußerungen auf der einen Seite in einem demütigen Tone gehalten sind, auf der anderen Seite wiederum selbstbewußt, streng, manchmal sogar beleidigend sind. Beziehen sich seine Bemerkungen auf das Verhältnis zwischen ihm und älterenDezisoren, so hält er sich manchmal nicht für würdig, ihnen entgegenzutreten oder eine Kontroverse unter ihnen zu entscheiden; erst nachdem er um Entschuldigung bittet, teilt er seine Ansicht mit89. Er fürchtet, in den Streit der Dezisoren einzugreifen. 84 N. 410. 85 N. 387. — Über den Verkauf des Rechtes des Anzündens von Lichtern vgl. Jerusalem ed. Luncz I 8. 88 N. 985. 87 N. 2294. Vgl. auch Riwlin bei Frumkin a. a. O. S. 72 Anm. 1. 88 Vgl. Horodezky, לקורות הרבנות S. 105 f. 88 N. 196, 733, 899, 981, 1540, 1573, 1575, 1597, 1559, 2098, 2109, 2250, 2143. — Es möge hier auch auf die in den Gutachten oft vorkommenden

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