Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1932
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 47)
- Language
- German
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14 Palästina64 im Alter von mehr als 90 Jahren gestorben65. Nachkommen des RDbS. Aus der Mitteilung des R. Isaak Akrisch66 sehen wir, daß R. David mehrere Kinder und Enkelkinder hatte. ״Er hat mich,“ erzählt Akrisch, ״zum Lehrer seiner Kinder und Enkelkinder, der Kinder seiner Söhne und Töchter, gemacht.“ Ihre Namen sind uns aber nicht bekannt. Die Familie ihn abi Simra war in Afrika verbreitet67. Auch in Palästina gab es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Rabbiner, der sich zur Familie des RDbS zählte: R. Josef b. Secharja Samiro68. Die schriftstellerische Tätigkeit des R D b S69. R. David war ein fruchtbarer Schriftsteller. Seine Schriften betreffen die Halacha, Kabbala und Poesie: 1. Talmudnovellen, angeführt von seinem Schüler R. Bezalel Aschkenasi in שטה מקובצת, vgl. auch das Titelblatt daselbst zu Kethuboth, 64 R. Isaak Akrisch a. a. O. 65 Im Jahre 5331 1571 unterschrieb er noch einen Bescheid, Abkath Rochel N. 187,190 ed. Saloniki 123b, ed. Leipzig 173d. Vgl. טוב מצרים S. 12b. In der Vorrede des R. Isaak Akrisch zum Tripelkommentar zum Hohelied, Konst, o. J. (nach Steinschneider S. 2187: ca. 1577, Zedner S. 665: 1577?, Friedberg S. 614: 1570), wird RDbS schon mit der Eulogie für Verstorbene erwähnt. Vgl. noch Steinschneider S. 888 f. Nach einer Mitteilung bei Conforte S. 36b soll RDbS ein Alter von 110 Jahren erreicht haben. Dies trifft aber nicht zu, und zwar aus folgendem Grunde: Da RDbS um 1571—1577 starb, müßte er danach um 1461—1467 geboren sein. Dem stehen aber die bereits oben mitgeteilten Quellen entgegen, aus denen hervorgeht, daß er bei der Vertreibung der Juden aus Spanien im 13. Lebensjahre stand. — In einer Reisebeschreibung aus dem Jahre 1742: הצעת הדרך ממודינא לעכו * כל מה שראו כל החבורה של חכם חיים בן עטר בעכו (Handschrift im Besitze des Herrn Jakob Halpern Wien, die von Herrn Dr. B. Klar demnächst herausgegeben werden wird) erzählt ein Jünger des R. Chaim ibn Atar den Besuch verschiedener Gräber von Akko bis Tiberias, den er zusammen mit seinem Lehrer gemacht hat. In Safed sah er: ולמעלה מערה מלאה תנאים לא בודע מי הם ובפתח המערה הרדב״ז והמבי-ט ובעל דרכי נועם זלה״ה. Nach Asulai s. v. und טוב מצרים S. 24 ist jedoch R. Mordechai ha-Levi, der Autor des דרכי נועם, in Jerusalem begraben. — Über die Schüler des RDbS vgl. Frumkin a. a. O. I S. 70 f. und die Nachträge Riwlins daselbst. Nachzutragen sind noch: Eleasar ibn פצלון (N. 145) und Jakob Gastro, מהריק״ש (RGA des R. Jakob Castro N. 99 und REJ 1930, S. 301). Über ihn vgl. Conforte S. 41a f. und טוב מצרים S. 19b f. 66 A. a. O. 67 Toledano, נר המערב S. 74 und Anm. 9 u. S. 76. 68 Vgl. oben Anm. 2. — Über andere Nachkommen des RDbS vgl. Asulai s. v. — Über eine Synagoge auf den Namen des RDbS vgl. טוב מצרים S. 34b N. 3. — Über die Bedeutung des RDbS vgl. Frumkin-Riwlin a. a. O. 69 Vgl. auch Bialoblocki a. a. O. und Frumkin-Riwlin a. a. O.