Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1932
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
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13 haben. In dieser Stadt, dem Sitz der Gelehrsamkeit und der Kabbala, wurde R. David freundlich aufgenommen. R. Josef Karo (1488—1575) und R. Mose Trani (1500—1580) — beide selbst schon im vorgerückten Alter — behandelten den Greis mit Ehrfurcht63. Hier ist auch RDbS nach 20jähriger Tätigkeit in erster vor den anderen Rabbinern Safeds. Daraus soll nun folgen, daß die zwanzig Jahre der Anwesenheit des RDbS in Palästina sich allein auf seine Wirksamkeit in Safed beziehen. Die Zeit seiner Anwesenheit in Jerusalem ist in der Zeit seines 40jährigen Aufenthaltes in Ägypten inbegriffen. Ein Beweis dafür ist eine Stelle in מצודת דוד (s. oben Anm. 60), zu der Raphael Aharon ibn Simon bemerkt: ווה נראה דממצרים עלה לירושלים תיו וחזר למצרים ולסוף עלה לצפת ושנות העשרים כולם בצפת כמש״ל ואכמ״ל ודוק" Dagegen läßt sich folgendes einwenden: 1. R. Isaak Akrisch, der die Biographie seines Gönners gut kannte, sagt ausdrücklich, daß RDbS aus Ägypten nach Jerusalem sich begab, von wo er dann nach Safed kam: וימלוך על ישראל במצרים מ׳ שנה ובירושלים ובצפת תוביב כעשרים שנה ״ " וילך לירושלים " " " ובראותו אנשי הארץ אשר לא מבני בריתנו ורוב המסים המוטלים עליו לא נשא לבו לשאת את כל הרעה הזאת אמר טוב שבת על פנת גג מאשת מדנים וילך לצפת ושם נתבקש בישיבה של מעלה* 2. Die Zustimmung des RDbS, angeblich aus dem Jahre 5312 1552, stammt aus späterer Zeit, denn R. Josef Karo bemerkt in jenem Gutachten, dem RDbS zustimmt, וכתבתי זה להיות (nach 1552!) וכן פשט המנהג כמה שנים מזכרת לדורות. In dieser Zeit kann RDbS schon in Safed gewesen sein. 3. Die Zustimmung hätte RDbS auch in Jerusalem erteilen können, nachdem ihm R. Josef Karo ein Gutachten eingeschickt hatte. Dasselbe gilt auch vom zweiten Fall aus dem Jahre 5314 1554. RDbS kann auch in Jerusalem sein Gutachten abgegeben haben. Daß RDbS schon einmal früher in Jerusalem war, wurde bereits oben bemerkt (S. 6f. u. Anm. 13). Ausgeschlossen aber ist es, daß dieser Aufenthalt bei R. Isaak Akrisch gemeint ist. Denn dieser schreibt ausdrücklich, daß RDbS aus Jerusalem sich nach Safed begab, während aus jenem Gutachten hervorgeht, daß er nach Jerusalem in einer anderen Gemeinde wirkte. Wie lange RDbS in Jerusalem blieb, bevor er nach Safed ging, steht nicht fest. Luncz in ,,Jerusalem“ III 21 sagt unter Berufung auf die Einleitung zu תקון יששכר, daß RDbS im J. 1567 nach Safed kam. Ich habe aber dort darüber nichts gefunden. Sicher ist, daß RDbS im J. 1555 noch nicht in Safed war. Denn in diesem Jahre ergeht aus Safed eine Anfrage an RDbS (N. 651). — Aus dieser Anfrage geht auch hervor, daß der dortige Rabbiner Josef Sagis im Jahre 1555 nicht mehr am Leben war. Nun aber hören wir an einer anderen Stelle (vgl. Horodezky, תורת הקבלה של ר* 1 2 3 4 משה קורדובירו S. 18 und D. Kahana, תולדות המקובלים השבתאים והחסידים I 22), daß R. Josef Sagis im Jahre 1570 noch lebte. Die Quelle dafür ist שבחי ר׳ חיים וויטאל, ed. Lemberg 1865 S. 29, wo erzählt wird, daß der Vater des R. Salomo Sagis zu den Gelehrten gehörte, die im J. 1570 eine Einrichtung in Safed trafen. Nach Horodezky und Kahana ist also der Vater des R. Salomo mit R. Josef Sagis identisch. Wie ist der Widerspruch zu lösen? 63 Gonforte S. 36b.