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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1930-01-01 · 1930 · page 5

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1930
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721053--004-2727133
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6 ein sehr beachtliches Können des Verfassers als Forscher und Darsteller besonders lobend hervorzuheben. Der Arbeit wurde der volle Preis zuerkannt. Für den David Rosin-Preis war das Thema gestellt worden: Die wissenschaftliche Auseinandersetzung des Judentums mit den Lehren des Christentums. Die eingegangene Bewerbungsarbeit beschränkte sich auf einen Ausschnitt aus dem von der Preisaufgabe umschriebenen Gebiete und behandelte das Thema: Mose b. Salomo aus Salerno und seine philosophische Kritik an dem Lehrgehalt des Christentums. Die Arbeit trug das Motto: .קרוב ה׳ לכל קראיו לכל אשר יקראהו באמת Die Arbeit enthält die Erstausgabe einer Abwehrschrift gegen christliche!Missionsbestrebungen hach einer Handschrift des Breslauer Seminars. Der Verfasser versieht die Ausgabe mit text- und quellenkritischen Anmerkungen und mit Erläuterungen einiger romanischer Fremdwörter; in einer ausführlichen Einleitung stellt er den Gedankengehalt der Abhandlung geordnet dar und untersucht die Beziehungen des Schriftstellers zu früheren jüdischen Apologeten. Sowohl die Ausgäbe wie die Darstellung stellten hohe Anforderungen an die Arbeit des Verfassers, da die Handschrift recht fehlerhaft ist und der Apologet seine Gedanken ziemlich planlos aneinander reiht. In der Tat bleibt für die Textkritik, für die kritische Beleuchtung der dargestellten Gedankengänge und auch für die Einordnung des Apologeten in eine Geschichte der Auseinandersetzung des Judentums mit dem Christentum und seinen Missionsbestrebungen noch ziemlich viel zu tun übrig. Aber der Verfasser hat an seinem Gegenstände, für dessen Behandlung ihm nennenswerte Vorarbeiten nicht zur Verfügung standen, doch ein erfreuliches Maß wissenschaftlicher Schulung sowie gute sprachliche und sachliche Kenntnisse nachgewiesen und manche verdienstliche Beiträge zur Erläuterung des Schriftstellers geleistet. Das Kollegium hofft daher, daß er die bereits gewonnenen Ergebnisse bei fortgesetzter Beschäftigung mit dem Stoff erheblich wird erweitern können und spricht ihm in dieser Erwartung den Preis zu. Die historische Preisarbeit hatte Herrn cand. theol. S. B. Weinryb zum Verfasser; als Bearbeiter der religionsphilosophischen Preisaufgabe erwies sich Herr cand. theol. Stanislaus Simon. Für das Jahr 1930 wurden von dem Vorsitzenden folgende Preisaufgaben verkündet : 1. Israel Lewy-Preis: Das Schulwesen in Talmud und Midrasch. 2. Heinrich Graetz-Preis: Der Chassidismus in der neuhebräischen Literatur. 3. David Rosin-Preis: Die Idee der Liebe zu Gott bei Bachja; Maimuni und Crescas. 4. Manuel Joel-Preis: Die prophetische Geschichtsauffassung und die Geschichtsphilosophie der Gegenwart. 5. Alexander Kohut-Memorial-Preis: Die Anthropomorphismen der Genesis in ihrer Wiedergabe in den griechischrlateinischen wie aramäisch-syrischen Uebersetzungen.; 1 v ׳

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