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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1930-01-01 · 1930 · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1930
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721053--005-2727134
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7 Den Alexander Kohut-Memorial-Preis verdankt das Seminar der Großzügigkeit des Herrn Dr. George Alexander Kohut, der diesen Preis (100 Dollar jährlich) anläßlich der 75 jährigen Feier des Seminars in Erinnerung an die Zugehörigkeit seines sei. Vaters zu unserer Anstalt gestiftet hat. . Nach Bekanntgabe der neuen Preisaufgaben übernahm der Unterzeichnete den Vorsitz. Sein Festvortrag hatte zum Thema: ״Stoff und Idee in der jüdischen Geschichtsschreibung“1. Hierauf erfolgte die Entlassung der Rabbinatskandidaten Dr: Bruno Finkeischerer, Dr. Heinrich Guttmann, David Ginsberg, Dr. Ernst Wald mann und Sucher Baer Weinryb durch den Seminarrabbiner Prof. Dr. Guttmann. Herr Dr. Finkeischerer sprach, zugleich im Namen seiner Kollegen, den Dozenten und Hörem des Seminars herzliche Worte des Dankes und des Abschieds aus. Gesangsvorträge des Herrn Oberkantors Borin, begleitet durch den Organisten Herrn S c h ä f f e r, verliehen unserer Seminarfeier eine besondere Weihe. Im Studienjahre 1929/30 wirkte sich zum ersten Male die Bestimmung unserer Studienordnung vom Jahre 1926 aus, in der eine besondere akademische Abschlußprüfung für Religionslehrer vorgesehen ist. Die Herren Nachum Frenkiel und Dr. Daniel Lew in wurden mit dem Religionslehrerdiplom im Laufe des Jahres aus dem Seminar entlassen. Durch die Einfügung der erwähnten Prüfungsordnung strebten wir die Heranbildung eines Standes von akademisch gebildeten Religionsiehrem an, dessen Mangel in den letzten Jahren vielerorts von leitenden jüdischen Stellen wie auch vom Ministerium stark empfunden wurde. Wir erkannten allerdings, daß nur durch eine offizielle Anerkennung der jüdischen Religionslehre als vollgültiges Prüfungsfach für jüdische Kandidaten des höheren Lehramtes eine gründliche Abhilfe in dieser Richtung zu erreichen war. Die auf unsere Anregung unternommenen Schritte führten zu dem gewünschten Erfolg. Den Bemühungen des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden ist es zu verdanken, daß eine Neuregelung herbeigeführt werden konnte. Das Preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat durch Erlaß vom 5. April 1930 die jüdische Religionslehre als Haupt- und Nebenfach bei der wissenschaftlichen 1 Im Druck erschienen in der Festschrift zu Simon Dubnöws 70; Geburtstag, Jüdischer Verlag,. Berlin 1930.

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