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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1929-01-01 · 1929 · page 144

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1929
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 144)
Language
German
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Ursprung der Zahlensymbolik 141 ihr in Beziehung; doch wird der Versöhnungstag aus der Bedeutung der Zehn (200), der Schlußtag aus der der Acht als erster Kubikzahl (212) gerechtfertigt. Die Heimat der Zahlensymbolik dürfte allerdings bei den Allegorikern zu suchen sein. Denn wenn diese die Zahlenlehre dazu verwenden, das Sechstagewerk umzudeuten und ihm seinen wörtlichen Sinn zu nehmen, so ist doch nicht damit zu rechnen, daß sie die Anregung dazu durch die wörtliche Auslegung von Festtagsbestimmungen erhielten. Es scheint also, daß diese Methode zunächst nur auf die biblische Geschichtserzählung angewandt wurde; ihre Uebertragung auf gesetzliche Bestimmungen wurde aber dadurch erheblich erleichtert, daß die griechische Religion sowohl siebentägige Feste wie Festanfänge am Monatsbeginn und in der Monatsmitte kannte1, so daß der Glaube an eine besondere Absicht bei der Wahl dieser Tage nahe lag, vor allem aber dadurch, daß Philon, der knzd (oder vielmehr asTczd) und septem von der Wurzel 0sß ableitet2, in adßßaza geradezu die Wiedergabe der Siebenzahl sehen3 und daher dem Moses das Gebot, die ewig jungfräuliche Siebenzahl zu heiligen, zuschreiben konnte4. In dieser zeitlichen Gebundenheit 1 W. H. Roscher, Abh. Sachs. Ges. d. W. XXI 4 (1903) und XXXIV 1 (1904) 6—9. Belege über den Versuch, die Zahlenlehre zur Rechtfertigung der Feste anzuführen, habe ich bei Roscher nicht gefunden; es scheint, daß der Jude dies Bedürfnis stärker empfunden hat als der Grieche. 2 Op. m. 127. 3 De mut. nom. 260: iv hpa sßodpjß, 7;v adßßaxov *crXsT. Ebenso SpL. II 41 7J 0C lg 75y.sp&v aaßßaxov gcüttjv rEßp״xtot xaxpuo ^X&xx^ xaXoSaiv; ähnlich § 86; nach § 194 bedeutet aaßßaxa aaßßdxmv soviel wie eßho\LdZa sjSB0[id^ü>v. Auch De Abr. 27 schreibt Philon: x7;v IJSoojiyjv, *Eßpaioi oaßßaza xaXouaiv, dvofoauaiv 0voy.d£st. Der Nebensatz zeigt, daß ihm auch hier die Auffassung des Sabbat als der Sieben vorschwebt; aber dvojtdCst spricht vielleicht dafür, daß er auch die biblische Etymologie kennt, die der LXX, soviel ich sehe, nicht zu entnehmen war, ihm also durch Vorgänger, die des Hebräischen kundig waren, zugekommen sein wird. 4 Z. B. Quis rer. div. h. 170 in der Umschreibung des Dekalogs xsxapx**; (vd|xo<;) d Tüspt x7j!; dctiCGpOevoü xcu dp.7jxopo; iß'boy.'zoQZ.

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