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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1929-01-01 · 1929 · page 103

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1929
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 103)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721055--102-2727048
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100 § 4. A. Bestimmungen über Feiertage als in Palästina1. Auch von den Unterschieden zwischen der strengen Feier des Sabbats bzw. Versöhnungstages und der der anderen Feiertage sagt er nichts, wiewohl der nur bei den ersteren vorkommende Ausdruck 2שבת שבתון für das hohe Alter dieser Unterschiede spricht. Daß er den wichtigsten dieser Unterschiede, die Zulässigkeit der Verwendung des Feuers, nicht kennt, wird S. 114, 3 wahrscheinlich werden. Die nachbiblischen Feste, insbesondere Tempelweihe und Purim, erwähnt er nicht. Auf Phiions ״halachische Kenntnisse‘4 wird man aus diesem Tatbestand nur mit großer Vorsicht schließen können. Gewiß kann es leicht bezeichnend erscheinen, daß wir überhaupt nicht viel rituelle Einzelheiten über die Festbegehung von ihm erfahren. Man wird geneigt sein daraus zu folgern, daß er solchen Einzelheiten erheblich weniger Interesse entgegengebracht hat als seine rabbinischen Zeitgenossen. Das ist in der Tat bei seiner etwas weltfernen Art vorauszusetzen; aber zwingend ist der Schluß ex silentio auch in dieser Richtung nicht — schon deshalb nicht,, weil seine Darstellung des jüdischen Gesetzes nicht dazu dienen soll, der Praxis zugrunde gelegt zu werden, wie die Bestimmungen des Buchs der Jubiläen, die Gemeindeordnung der Sekte von Damaskus oder die Mischna, sondern lediglich nach dessen weltanschaulichem Sinn fragt; und auch ein Mann wie Maimuni läßt da, wo er als Philosoph redet, viele Einzelheiten beiseite, die ihm als Halachisten bekannt und wertvoll sind. Andererseits folgt aus der Erwähnung der Einzelheiten, die bei ihm Vorkommen, keineswegs ein besonderes Gesetzesstudium3. Mit der Sabbathaltung, ja, mit dem — im Buchstaben der Bibel nicht begründeten — Fasten am Versöhnungstag sind nach VMos. II 21 ff. auch Heiden vertraut; ist doch selbst die rabbinische Legende vom Sabbatfluß bis zu einem Naturforscher der Generation nach Philon 1 Bis zum Fall des Tempels beschränkte sich der Ritus in der Diaspora auf den 1. Feiertag; erst später wurde er auch hier auf das ganze Fest ausgedehnt; M. Rosch hasch. IV 3. 2 Er fällt Philon nur beim Versöhnungstag auf: SpL. II 194 und Anm. 8 Anders namentlich Treitel, Philon. Studien 23.

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