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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1929-01-01 · 1929 · page 66

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1929
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 66)
Language
German
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IRI
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67 _ Deshalb glaube ich, es wird an ihm auch die Fortsetzung dieses Satzes in Erfüllung gehen: Ich schuf dich und gab dich zum Volksbund. Das jüdisch-theologische Seminar wird ein strahlendes Beispiel sein auch für spätere Zeiten. Ich verdolmetsche den Wunsch, den tiefgefühlten Wunsch aller meiner Auftraggeber, indem ich dem jüdisch-theologischen Seminar zu Breslau eine glorreiche Zukunft wünsche. Möge stets Gottes Segen ruhen auf seinen Kuratoren, seinen Lehrern, seinen Schülern und seinen Freunden. Professor Guttmann, Berlin, für die Akademie für die Wissenschaft des Judentums und die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums: Sehr verehrte Herren vom Lehrerkollegium und Kuratorium des Seminars, meine geehrten Damen und Herren! Zu dem heutigen Jubeltage des Seminars, der zugleich ein Festtag der jüdischen Wissenschaft überhaupt ist, bringen ihm mit den Schwesteranstalten, die der Wissenschaft des Judentums ganz in der gleichen Richtung dienen, die Organisationen ihren Glückwunsch, die in anderer Form und unter anderen Gesichtspunkten die jüdische Wissenschaft zu pflegen haben. Die beiden größten derartigen Vereinigungen Deutschlands, die Akademie für die Wissenschaft des Judentums und die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, haben mir den ehrenvollen Auftrag erteilt, dem Seminar ihren Glückwunsch auszusprechen, einen Glückwunsch, der zugleich den Dank für die bedeutungsvolle Förderung in sich schließt, die beide Gesellschaften von Ihrem Seminar empfangen haben. Pflege jüdischer Wissenschaft, sei es — wie in der ,,Gesellschaft“ — in der Form der Organisation literarischer Produktion, sei es — wie in der Akademie — in der Form der Organisation der Forschung und der Heranbildung eines wissenschaftlichen Nachwuchses, ist nicht möglich, ohne daß die Männer, die selbst Führer jüdischer Wissenschaft sind, an dieser Arbeit teilnehmen. Beide Körperschaften haben seit ihrem Bestehen unter den Lehrern des Seminars Mitarbeiter gefunden, ohne deren tatkräftige und fruchtbare Förderung sie ihrer Aufgabe nicht hätten genügen können. Auch in weniger vorgerückter Stunde müßte ich darauf verzichten, das im Einzelnen darzulegen. Nur an einer besonders signifikanten Tatsache möchte ich nicht vorübergehen. Seit ihrer Begründung hat die Gesellschaft die Monatsschrift für die Geschichte und Wissenschaft des Judentums, die von jeher mit dem Seminar auf das engste verbunden war, zu ihrem wissenschaftlichen Organ gemacht und damit ihrer Verbindung mit dem Seminar einen 5*

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