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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1929-01-01 · 1929 · page 64

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1929
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 64)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721055--063-2727009
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65 daß der Geist, der das Seminar bei seiner Gründung beseelte und durch seine lange Wirksamkeit hindurch sich erhalten hat, auch weiter fortbestehen bleibe, daß die Schaffenskraft des Seminars nicht erlahme, daß es weiter zum Segen des Judentums, zur Erforschung der Wahrheit, zur Förderung unserer Wissenschaft wirke wie bisher! Die Bibel vergleicht denjenigen, der das Greisenalter erreicht hat, mit der Palme und der Zeder, und wir wünschen von ganzem Herzen, daß das Seminar so fest im Erdreich verwurzelt sei und so wertvolle Früchte trage wie Zeder und Palme! עור ינובון בשיבה דשנים ורעננים יהיו! Professor Blau, Budapest, für die ausländischen Rabbinerhoch־ schulen: Hochansehnliche Fest Versammlung! Ich überbringe dem jüdischtheologischen Seminar zu seiner Jubelfeier die Glückwünsche der Franz-Joseph-Landesrabbinerschule, an deren Spitze ich zu stehen das Glück habe, der hebräischen Universität in Jerusalem, des Jews’ College in London, der israelitisch-theologischen Lehranstalt in Wien und des Judaistischen Instituts in Warschau. Ich komme zum jüdischtheologischen Seminar wie ein Kind zur Mutter, denn das jüdischtheologische Seminar, das erste in deutschen Landen, ist eigentlich im Wesen die Mutter all dieser Anstalten, welche ich zu vertreten die Ehre habe. Ganz besonders gilt das von unserer Landesrabbinerschule, welche seinerzeit direkt nach dem Muster des Breslauer Rabbiner, seminars eingerichtet wurde. Die ersten Lehrer in der Anstalt waren Wilhelm Bacher und David Kauffmann, Namen von ewigem Glanze, der unsere Anstalt auch heute noch bestrahlt, die den Geist und die Lehrmethode des Breslauer Seminars an die neue Lehrstätte verpflanzten. Derinnere Zusammenhang, die starke Verbindung der beiden Anstalten kam schon bei der Eröffnungsfeier der Landesrabbinerschule zum Ausdruck, bei der Heinrich Graetz und sein Kollege David Rosin die Anstalt vertraten, wie denn auch bei der 50 jährigen Jubelfei er unserer Anstalt unser verehrter Kollege Herr Dr. Heinemann erschien und die Glückwünsche der Schwesteranstalt verdolmetschte. Der Geist, welcher sowohl in dieser Anstalt wie auch in den xAnstalten, welche zu vertreten ich die Ehre habe, herrscht, ist dem Wesen nach im großen und ganzen derselbe und der gleiche wie der vor 75 Jahren. Wenn ich diesen Geist kurz kennzeichnen soll, so möchte ich das tun mit einem Wort des Predigers, der unter den Sprüchen vom Guten die weise Lehre, den Rat erteilt: טוב אשר תאחז בוה וגם מוה אל ת:ח 7) את־ידך כי ירא אלד,ים יצא את כלםlg). Es ist gut, daß du das eine fassest und das andere nicht lassest, denn der Gottesfürchtige genügt

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