Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 56)
- Language
- German
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57 durchtränkt und durchflutet von dem Geiste echter, freier Wissenschaft, daß es uns so für die Zukunft die Männer heranbilde, die als theologische Führer ihrer Gemeinden dastehen, fest wurzelnd im Judentum, mit freiem, weitem, wissenschaftlichem Blick und feststehend mitten in den Arbeiten des Lebens, damit sie hier im Leben ihre Gemeinden dorthin führen, wohin die wissenschaftliche Ausbildung, die sie an der Hochschule erhalten haben, sie führen wollte. Das ist mein Wunsch, daß so das Seminar in Zukunft auch weiter mit eine der Grundsäulen sei für unser deutsches Judentum. Geheimrat Goldfeld, für die Gemeinde Breslau: Hochverehrte Festversammlung! Werte Herren von der Leitung des jüdisch-theologischen Seminars! Namens der Synagogengemeinde Breslau entbiete ich Ihnen zu Ihrem heutigen Festtag unseren herzlichsten Glückwunsch. Es ist der Zeitraum Ihres Bestehens — 75 Jahre — keine übermäßig lange Zeit; wir Juden sind an längere Zeiträume gewöhnt. Immerhin sind diese 75 Jahre ausreichend gewesen, um darzutun, daß Ihr Bestehen eine Notwendigkeit war, und um den Segen, den Ihre Anstalt für uns, für unsere Stadt und für das Judentum gebracht hat, zu beweisen. Möge es Ihnen vergönnt sein, ihrer doppelten Aufgabe, der Wissenschaft des Judentums und der Ausbildung der religiösen Führer für die jüdischen Gemeinden zu dienen, auch weiter in den! Umfange und noch weiterem Umfange als bisher gerecht zu werden. Die Synagogengemeinde hat geglaubt, Ihnen zu Ihrem heutigen Festtag ein Ehrengeschenk widmen zu sollen. Ich überreiche es dem sehr verehrten Herrn Kurator und bemerke dabei, daß es angemessen ist den Hilfsmitteln unserer Gemeinde, die ja auch unter der Wirtschaftliehen Not zu leiden hat; nicht angemessen dem Ruhm, den Ihre Anstalt auch über unsere Gemeinde verbreitet, der Verdienste, die sie für das Judentum erworben hat. Ich wünsche Ihnen auf diesem Wege, auf dem Sie 75 Jahre mit Erfolg geschritten sind, weiterzugehen zum Segen des Judentums. Glückauf durch weitere Jahrhunderte! Kammergerichtsrat W o 1 f f , Berlin, für den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden und die Reichsarbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände: Meine sehr verehrten Herren vom Kuratorium des jüdischtheologischen Seminars! Zu dem Jubelfest Ihrer trotz ihrer ״nur“ 75 Jahre altehrwürdigen Anstalt kommt am heutigen Tage neben vielen