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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1929-01-01 · 1928 (1929) · page 106

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1928 (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 106)
Language
German
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79 sehe ich nicht ein, weshalb wir ihn als Gott bekennen sollen/‘180) Diesen Angriffen gegenüber zieht sich Curtius auf den Glauben zurück: ,,Des Salomo und Toralba Zweck sehe ich ist dieser, in die Natur Gottes und in die Geheimnisse der Trinität durch Vernunftgründe und Argumente einzudringen. Glauben muß man. Auf dasjenige aber, was auf den bloßen Glauben sich stützt, Vernunft und Demonstrationen anzuwenden, hilft nicht besser, als wenn man mit Vernunft rasen wollte . . . Darum kann ich die Schriften des Eusebius, Galatinus, Augustinus und Eugubinus, aus welchen Du Plessis-Mornay (Zeitgenosse Bodins) evangelische Demonstrationen zu schöpfen bestrebt ist, nicht billigen. Denn sie haben nicht eingesehen, daß die Wissenschaft und der Glaube, welchen man eingegeben nennt, nicht zusammen bestehen können/‘181) Darauf erwidert Toralba: ,,Dies möge immerhin unter den Christen gelten; aber man hat da zu bedenken, was man den Philosophen, was den Heiden, was den Eipkuräern, welche den eingegebenen Glauben oder die Evangelien abweisen, ant- Worten möge/‘182) Salomo bekräftigt die Zurückweisung der Trinität durch die Vernunft seinerseits durch den Hinweis, daß von der Trinität kein Wort in dem heiligen Gesetz vorhanden sei und nicht einmal bei den Propheten eine Spur.183) Dies gibt Anlaß auf den Schriftbeweis für die Gottheit Christi einzugehen, den Salomo zurückweist. Ebenso wenig könne durch die Kabbala aus der Schrift die Trinität aus den ersten Worten der Genesis gefolgert werden, da die Vorfahren nie diese x\rt der Kabbala gebilligt hätten. Auch könnte dann aus dem Tetragrammaton eine Quaternität statt der Trinität gefolgert werden.184) So endet der Disput über die Trinität mit dem schroffen Gegensatz von Vernunft und Glauben, indem Toralba erklärt: ,,Wenn also der menschliche Geist einfach ist und gänzlich von dem Körper unterschieden, so ist es unrecht, irgend eine Konkretion in der göttlichen Natur zu glauben. Wenn beide Naturen von einander gesondert und geteilt sind, d. i. wenn der göttliche Geist mit dem menschlichen Geist so verbunden ist, daß sie niemals in ein und dasselbe Zusammengehen, so wird Christus nichts 180) Heptaplom. S. 103. 181) Heptaplom. S. 109. 182) Heptaplom. S. 109. 183) Heptaplom. S. 115. 184) Heptaplom. S. 118

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