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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1929-01-01 · 1928 (1929) · page 42

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1928 (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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IRI
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15 insofern sich von jenen unterscheidendes Wesen hervorgehe; Zeus ist׳ mithin schlechthinnige Dieselbigkeit. Sein, Wollen, Können und Wirken sind in ihm gänzlich eines und dasselbe und stets zugleich. Es fehlt ihm nichts, er ist ganz vollkommen, also das unbedingt Gute und darum der schlechthin Gute.16) Das Gute wäre aber nicht gut, teilte es nicht anderen von seinem Guten mit. Um also seinem eigenen Wesen genug zu tun, nicht aber weil Zeus irgend eines anderen Wesens bedürfte, muß er das All erschaffen. Dieses Muß ist kein äußerer Zwang, sondern die Notwendigkeit, welche, weil sie nur aus seinem eigenen Wesen folgt, mit der Freiheit zusammenfällt.17) Zeus;war von aller Ewigkeit her dei* unbedingt Gute, also ist auch seine Schöpfung so ewig wie er selbst. Weil Zeus der unbedingt Vollkommene ist, so kann auch sein Werk nur das allervollkommenste sein. In Zeus ist Wollen immer auch Können und Können zugleich Ausführen. So erzeugt er alles, was er will, grade so wie er es will.18) Sein Schaffen ist weder ein bloßes Ordnen eines gegebenen Stoffes, noch auch, ein Hervorrufen des Alls aus dem Nichts, aber ebenso wenig eine bloße Emanation. Denn diese ist ein naturnotwendiger Vorgang, der Bewußtsein und Willen ausschließt. Zeus aber bringt hervor mit Willen und Bewußtsein. Zeus’ Schaffen ist also ein bewmßtes Hervorbringen aus sich selbst.1^) Dasjenige aber, welches Zeus unmittelbar aus sich erzeugt, kam ihm nicht ganz gleich, denn es ist ein Entstandenes, mu& ihm aber ähnlich sein. Zeus schafft also von sich ein Abbild, das das vollendetste Wesen des gesamten entstandenen Seins ist. Ist Zeus das unentstandene Sein, so ist Zeus' erste Schöpfung das vollendetste entstandene Sein, die erste Daseinsstufe, die Ideenweit, der Logos, Poseidon. ,,Poseidon, der älteste von Zeus' Söhnen, ist eine Idee, nicht aber nur diese oder jene Idee, sondern die die sämtlichen Ideen in der Einheit umfassende Gattung der Ideen.“20) : Wie Plethons Gottesbegriff in der strengen Betonung der Einheit: Gottes, die sich bis zur Ablehnung des Dogmas der Trinität steigert, mit der arabisch-jüdischen Philosophie in Einklang steht, so ist seine Schöpfungslehre der Versuch, den neu- ^*LNOmoj s;:U8 H.\ S. 52, S. 216, S. 170; Schnitze a. a. O, S. 148.ÖL , 17);Nomoi 74׳•• ft;־■׳•'■: . 51 . 18)זNomoi.י■ ־ . : ־* 19) Nomoi S. 100. Schultze a. a. O. S. 153.;;Tv 20) Nomoi S; 104. /־; .•-.M;־-• ' ';־

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