Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1926 (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 117)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2720904-2721043--116-2726732- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Handelund Wandel nicht einige ärger oder Hindern üs zuzupflegen, n&d dass so fern ja etw&nn einige deren an unseren anmuthigen Gottes Diensten einige aüferbauung nehmen, und zu unserem: gesetz der beschneydung sieb bekennen weiten: Ihnen solches ohne alless dass znündeste periculum oder incommodum politicum frey gelassen werden möge; gleichermassen ist unseres ergebenstes bitten, in so weit berechtiget zu werden, dass unsere geschlechter an allem ohrten besagten ober und Niederschlesien gantz ungehindert sich einzulassen, Bürgerrecht zu gewinnen und einfolglich dessen favores frey an zu genüssen, als jeden possessionen oder Handthürung Handel und Wandel zu führen, besondere fleisch und brodtbäncke aufzurichten, wie auch freyen aussschanck des biers und weine zu pflegen Vermögen. Über welche passum doch besonders ein gestrenger wohlweysser Rath dieser Stadt Bresslau wirdt zu besänftigen seyn, als welches unser arme Mittbrüder, und uns aistätz in sondern Hass und scharfen aufsehen tragend zeithero Von Einem Thor zum andern, als Menschen eines Verdächtigen Handels durch Scherganten begleiten lassen, nicht gern Vernehmen können, dass ein armer Jude dass Pflaster der Stadt betretten solle, wann dann also dergleichen amhtschärfe solte Gassiret werden, können wir uns habender nachrieht, Ihro Exc. und Einer Hochlöbl. Stadt Bresslau unfehlbahr Versichern, dass zu sonderem aufnehmen z. zbemelter Stadt auch dess gantzen Landes Merkl: Wohlsein also gleich Von Verschiedenen ohrten in die 8000 wohlhabende Handels Juden sambt dero gäntzliehen Haussrath und familien in dieses wertheste Land Schlesien, sich ein Wohnung machen, und solcher gestalt dass jus Publicum, wie auch alles interesse Summi Principis umb ein wohl merekliches Vergrössern werden, nun weilen hieraus sich gantz Vorsichtig schlissen lasset, dass durch jetzt besagte zahlreiche immigration und beywohnung wie auch durch Götti. Sorgen kommender zeit, unsere geschlechter sich umb ein grosses Vermehren, und also wohl Verschiedene gemeinden, in denen Städten und flecken, wann nicht mehrern doch gewiss halbentheils unsem Müttbrüdern bestehen dürften; alss ergehet dannoch unser Vorsorgliches bitten; Es wolten sich auf dero Excellenz wohl Mächtigste mediation Ihro Röm. Kays. Maytt. belieben lassen, bey so thanen in mehreren oder halbentheils unserem geschlecht zugethanen burgerschaften .und gemeinden, auch auss denen unseren Einige zu Rathmannen und burgermeistern /: massen wir zum füglichsten unserer Mittbrüder art und Schwacheiten zu erkennen4 und zu richten verstehen /: wie auch zu geschworenen Patronis Causae bey jeden ämbtern allerdgst zu appliciren, und; künftiger Zeiten applicabiler zu Declariren, In solchen fall dann auch bey unseren richtern, die auf einige weise Von unsem Mittbrüdern injurirte Christen, ihre actiones nach jenem actor sequitur forum rei, an .;und auss zu führen, und des Endl. gerechten Spruchs gewärtig sein werden, wie dann gewiss sein muss, dass bey so gestalten Sachen unser geschlecht, so bieshero einigermassen in der Flucht gangen zu sein scheinet, hin wiederumb ein schönes ansehen bekommen, Ihro Exc. aber hier Von ein unsterbl. Ehrenruhm in aller nachweit, erwachsen werde. Weil nun alss diesem nach über alles