Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1926 (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 118)
- Language
- German
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׳ ־־׳J klar ist, dass gegenwäriges unser alleT unterthänigst bitten, Erstens zwar nach dem gesetz Gottes, als welcher auss Habenden allerhöchsten recht, und gewalt weyl: auch unsere Väter auch wieder den Willen der unss anfeindenden Fürsten eingeführet hat in die Milch und Honig flüssende lannden, Eines Canandi, Haethaei und Hamochaei, des Pherezaei, dess Henovi, und Jiebuzaeicte: andertens doch auch in denen Verschiedenen Reichslind allgemeinen Friedens recessen und also folgsam auch in jüngst aufgerichteter Altrahnstädtischer Convention nicht allein virtualiter, sondern wann mann den genuinum Sensum Vor äugen hat, meiner natüri: Consequenz gantz formaliter gegründet, massen alle und jede dergleichen Pacta pads und Religions Instrumenta, Vormemfclich und einzig die erwünschte jedes menschens gewissen® freyheit zu Verkündigen, und zu lösen aufgerichtet werden, darumb also gleich wie diesem jenes und einem andern dieses Van einigen gewissen, so eines jeden Menschen, unvermeidliche HaussUhr ist, zu thun Vorgezeiget.wirdt; also will eintzig und allein unser gewissen an dass gesetz Moysis festzuhalten unss andeuten, und ist gewaltigst wieder besagtes unseres gewissens freyheit ein anderes zu thun, sondern Höchst nöthige obgesagten genuinum Sensum auch und favorabel zu gewinnen. Belanget dahero an Ihro Exc. unser mehrmahliges bitten, selbte geruhen doch gnädigst, die so Vielen in der Verfolg und fünsternus Verstossenen gemüthem Heunt zu Tag also gleich durch lauchtigst von Mitternacht Scheinenden sonnen, alss ein ander Josua, auch über unsere Schaaren in Gnaden zu Verharren, Vermöglichst zu imploriren, ja wohl als ein wahrhafter Moysis durch dero alless erschmeltzenden gunst St(r)ahlen in dass jetzt Verwirrungs Volle rothe Meehr, uns einen Weg zu eröffnen, und die oft gewünschte allen Völckern erfreuliche gewissensfreyheit gewiss zu machen. Wir leben in unsterblich gantz ünterthänigster Verehrung Ihro Exc: hiesiger landen gezeigten mehr dann Natüri: Vortreffligkeit in Dienst ergebenster Hoffnung, es werde unser an sich selbst genugsam beängstigte, und werthvolle lebensarth Vor denen äugen Ihrer Milde, unser sich erbarmnus würdig machen, die wir ja auf keine Weise unseren Verdiensten etwass zu trauen bey unserem gewissen Vor aller weit Hoch betheuem und angeloben. Es solte zu Ewigen Zeiten hier, Vor dass unsere geschlechter Hier in Hiesigen lannden und Städten, so in glückseeliges aufnehmen gerathen, gantz keinen anderen, dann allein Ihro Exc: der Welt kündige Ehrenruhm nachschallen, Ja wir seind darumb auch allzu gesichert, dass es Gott selbsten statt eines Opfers an und aufnehmen, wass unsere unVermögenheit Ihro Exc: hiemit in innigen Danck, und Danckpfennig unterthänigst dareichet:Inmassen Ihro Excellenz Von jedermänniglich statt dieses alles in diesere unsere lannde gesetzt zu seyn erkennet worden, worauf zu diesen Zeiten ein jeder umb seiness Wohlseins und liebe opfer aufleget, ja es soll endlich zu ewigen andencken der Tag unser aufnehmung Von uns und unseren nachkommen, gleich der Lauberhütten und Osterfest Heyiig gehalten werden, wie nicht wöniger soll der Sabath Vor Ihro Exc: und dero durchlauchtigsten Principal in unseren Synagogen allen ein neues ewiges Dancklied erschallen, die wir hiernechst zu