Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1926 (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 116)
- Language
- German
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- Głogów 1× ep/1047915
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Viel vor uns zu öffectüiren, damit auch gleich anderen die Tröstlichst gedachte freyheit des gewissens uns zu Theil werde, und kraft solcher verstattet sey und dass alte gesetz Moysis und dessen schöne cere« monien besser bedienen, an allen orthen, Städten, Flocken und Dörfern Synagogen dörfen aufzubauen, und in selbsten nach erforderung unserer Satzungen offenen Gottesdienst zu halten/; Worzu ohnmassgeblich 10 allhier in Bresslau am Ende der Schmiedebrücken jenes Viertel im Tauglichsten einzuräumen wäre, welches unsem Vorfahren einstens soll zugehöret haben, massen auch ein Haus am Ecke von unserer Schul den nahmen hat/: 2 do dessgleichen im Schweidnitzischen fürstenthumb in eben der Haubt Stadt dieses hahmens, ist die jetzt genante kupfer Schmiedegassen in dero umbfang Vormahliger Zeiten bis in die 300 Juden Häuser gehalten wie auch der ohrt nach biss hero die Juden Wiese genannt Vor dem Striegerthor sambt andern nutzbahrkeiten ein eigenthumb unserer Vätter gewesen; 3 tio Eben also ist es in der löbl. Stadt Neiss die sogenannte Judengasse zwar unsern nahmen doch nicht dem gebrauch gewidmet; dann nebstdem dass noch einige wönige Juden da erduldet werden, so hat man Ihnen schon albereits die Halbe gossen entfrembdet und Kühgassen benambset, auch sogar dass bischofh Schloss unss daselbsten wieder rechtl. entkommen sein muß, dan so bekandt wie im besagtem Schloss noch ein ohrt die Juden genennet wirdt, und dann 4 to gleichermassen haben wir zu erweisen, wie auch dass Schloss zu Ratthibor unter unseren Rechten gestanden, massen hierauss unlängst der Jetzige Haubtmann der letzter unsers geschlechtes, so sich mit Koscher brandwein aussschäncken genähret, feindl: vertrieben, oder etwann in sonst ander ohrts Vom Brodt geholfen worden. Endlich 5 to. So ist auch dass schloss in der Stadt grossglogau eines dergleichen worauss Vormahliger Kays« Landes Haubtmann unsere Vätter epulieren heissen, so wir heute zu Tag noch mit zähre Vollen Augen anschauende eben in solchen Schmertzen Ihro Exc: weltrühml. gerechts Eyfer allerunterthänigst anflöhen, gantz demüthig bittende selbte geruhen doch dergleichen uns allerwärtig wiederfahre, und doch mit Höchster geduld Von uns ertragene violentien mildhertzig zu erwähnen und dero unwiederprächtigen Vermögen dahin wieder anzu Verstatten, damit besagte ohrte so wohl in als ausser den Städten besonders klar erwähnte 3 Schlösser, oder residenten, sambt allen juribus, privilegiis, und anhangenden Regalien, und allem wass diesem gleich hinwiederumb unserm geschlecht, wie solches längst Vor denen Zeiten Pads osnabrugensis in besitzthumb gewesen Hochgeneigt möchten in integrum restituiret, und wir forthin bey dero possession grossgünstig obschützet und Convociret werden. Derer wir zu Ehrsammen Handel, Verwanndel wie zu Vor auch unsern alten Gottes Dienst besser zu pflegen zu bedienen werden, Vnd derfolglich wolle auch gnädigst Vergönnet werden zu unseren gesetzübungen eine genugsamme an zahl wohlgelährter schüllers zu berufen, auch denen mit uns hin und wieder in nachbahrschaft wohnenden Christen ein untersagung geschehen in unseren Sabath und ander festtagen durch rauschende Hanndtarbeit auch allen