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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1927-01-01 · 1926 (1927) · page 19

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1926 (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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?*Tg**?#? •־־•^:,:^ 4י'.:^ix;^ *->$?- Jaden aber, welche der Vertreibung nicht entgehen konnten, fanden den Weg in eine neue Heimat vielfach versperrt. Ferdinand I. war ängstlich darauf bedacht, keinem von den aus Böhmen vertriebenen Juden in einem anderen von den seiner Krone unterstehenden Ländern Unterschlupf zu gewähren. Er richtete daher an alle seine Untertanen in den Fürstentümern Ober- und Niederschlesien die strenge Aufforderung, ״die ausgeschaffte Judischait samentlich und sonderlieh bey Inen nit underkhommen zu lassen1).“ Allerdings bedurften die Fürsten und Stände Schlesiens nicht erst dieser Mahnung, fremde Juden von ihrem Lande auszuschließen. Ebensowenig hatten sie eine besondere Aufmunterung nötig, die Verdrängung der einheimischen, seit Jahrhunderten im Lande eingesessenen Juden anzustreben. Waren.es jedoch bisher einzelne Fürstentümer oder Städte, die durch den Erwerb besonderer Privilegien die Juden aus ihren Gebieten vertrieben, so nahmen nunmehr die Fürsten und Stände in ihrer Gesamtheit den Kampf gegen die Juden auf. Der Widerstand gegen die Judenschaft, welche die Fürsten und Stände in ihren Verhandlungen und Kundgebungen mit den schlimmsten Schmähungen überhäuften, wurde im Lande Schlesien immer stärker und allgemeiner. Die erbitterte Gegner- Schaft ließ sich in ihrem Haß und Eifer gegen die Juden auch nicht durch das inzwischen geänderte Verhalten des kaiserlichen Hofes beirren. Dieser hartnäckige Kampf zwischen den imgleichen Mächten wogte hin Und her. Durch schwere Opfer gelang es den Juden, sich den kleineren oder größeren Verfolgungen zu entziehen, sich vor den Gefahren,die ihre Existenz bedrohten, zu schützen2). Mit ungewöhnlicher Beharrlichkeit verfolgten jedoch die Fürsten und Stände Schlesiens bei ihren Zusammenkünften ihr Ziel, die endgültige und gänzliche Austreibung aller Juden aus Schlesien bei dem Kaiser zu erwirken3). Allerdings bestanden nun bei der zentralenMachtinPragemste Bedenken gegen die Forderungen der Fürstentage. Ihre letzten ף Augsburg, 14. Apr. 1559, ibd. A 45,45 f. 366. s. Walther, Siles. dipl. II, 199 u. Weingarten, Vind. jud. Beil. 834. ... אשר פייסו האויבים ברצי כסף ♦ ♦ .. שדת מהרים מלובלין. שאלד. ם* * ף *)Hauptquelle Land-und Fürstentagshandlungen (Bresl. Stadt-A. Hs. A. 45,5 ff.) desgl. Bresl. Staats-A. u. Fürstbischöfl. Diözesan-A., ferner Bresl. St.-A. F. Opp. Rat. II 15 c (v. J. 1570—1704) u. Bresl. II 8 f. (v. J. 1538—1680).

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