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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 85

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1925 (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 85)
Language
German
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IRI
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jPI 1 י', י»י ^"•*"ימי•,^ך^י־״^^ן* י: Andeutungen, die er an dieser für Laien bestimmten Stelle macht, seinen Standpunkt nicht ganz verstehen und im besonderen meinen wird, wenn er die Existenz der Nichtdenkenden aus einem letzten Geheimnis des Willens der Allmacht ableite, so sei das nicht schwer zu nehmen1 (sondern eigentlich der Verzicht auf eine Erklärung). Aber wir können diese Andeutungen ergänzen. Nach dem Peripatetiker des Jehuda Hallevi2 gelangt der zum Philosophen Begabte durch das Denken zu der ״höchsten, dem Menschen erreichbaren Stufe, der niedrigsten der Engel“, indem er sich mit dem wirkenden Nus vereinigt; solche Philosophen bilden gleichsam ein Reich für sich — wie das Menschenreich über dem Tierreich, das Tierreich über dem Pflanzenreich steht3. Das ist, wie man längst gesehen hat, die Lehre des More von den Vorzugsmenschen4, denen allein die Seligkeit Vorbehalten ist, nur daß Maimuni sie, wie seine Vorgänger, auf den philosophischen, Jehuda im Gegensatz zu ihnen auf den prophetischen Menschen bezogen hat5. Aber der gemeinsamen Grundlage gemäß beschäftigt beide die Frage, warum es nicht lauter Vorzugsmenschen gibt; und wie Maimuni diese Schwierigkeit unter Heranziehung einer anderen — der Frage nach der geringen Zahl der Sphären — löst, um aus dieser auf den jeder Frage entzogenen göttlichen Plan zu schließen, so antwortet Jehuda mit der Gegenfrage, warum es neben dem Menschen auch Tiere gibt6; wir müssen uns mit der Feststellung begnügen, daß die Welt in Stufen aufgebaut ist, u. z., wie Jehudas vollständigere Darstellung besser erkennen läßt, infolge der hereditären und klimatischen Notwendigkeiten, an welche auch die göttliche Allmacht gebunden ist. Die Ermittlung des Maimuni vorschwebenden und von ihm absichtlich 1 S. 57, 11. 2 Kusari I 1; vgl. zur Quellenkritik Cassels Anmerkungen. 3 Ebd. I 38 (Antwort des Königs, der der Rabbi widerspricht). 4 XaäJI More II 27 =:57׳b 9. Vgl. auch das Gabirolzitat S. 05 Anm« 8. 5 In gemeinverständlicher Form habe ich ״die Lehre vom Uebermenschen in der jüdischen Religionsphilosophie“, insbesondere auch bei Jehuda Hallevi und Maimuni, in der Zeitschrift Der Morgen, Jahrg. I 1 ff. besprochen. * Kusari I 103. Allerdings ist die vorausgegangene Frage, warum Moses’ Sendung nicht an alle Menschen ging, von anderer Art als die des Maimuni und aus der Polemik gegen jüdischen Partikularismus hervorgegangen. Aber wie Jehuda überhaupt zur Begründung seiner Idee des prophetischen Menschen die Lehre vom philosophischen Menschen heranzieht, so auch hier, unter Verwertung der Lehre von den Rassenunterschieden, die der ״Philosoph“ schon I 1 entwickelt hatte.

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