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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1925-01-01 · 1924 (1925) · page 20

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1924 (1925)
Date
1925-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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6 Teile eines Aggregats zusammensefeenden Einheiten hervorgerufen werden, geht daraus ein Streben nach Sonderung der unähnlichen Einheiten voneinander und nach Zusammenhang der unter sich ähnlichen Einheiten hervor. Endlich wird ein Zustand beweglichen Gleichgewichts erlangt. Diese Gleichgewichtszustände besifeen ein großes Selbsterhaltungsvermögen, das sich in der Neutralisierung von Störungen und in der Anpassung an neue Bedingungen ausspricht. So ergeben sich aus dem Fortbestehen der Kraft die Unbeständigkeit des Gleichartigen, die Vervielfältigung der Wirkungen, Sonderung und Ausgleichung. (W. W. I. S. 402 ff.) Aus der Erhaltung der Kraft aber folgt auch die Auflösung der Aggregate auf den Stillstand der Entwicklung. Dieser Auflösung fallen zuerst die Aggregate anheim, die wenig Beständigkeit zeigen, aber auch die uns umgebenden beständigeren Aggregate werden von ihr ereilt. Die Ankunft auf dem Höhepunkt der Entwicklung bedeutet die Grenze des inneren Zusammenhanges und den Beginn der Auflösung. Und wenn ein solcher Wechsel von Entwicklung und Auflösung in der Gesamtheit der Dinge herrscht, dann muß auch die Gesamtheit der Dinge, das Universum, in den Prozeß der Integration und Auflösung hineingezogen werden. Beständig ist nur die Kraft, die das All durchdringt, unbeständig sind all ihre Gestalten. Das Wesen der Kraft aber ist unserer Erkenntnis entzogen. Das Unerkennbare ist die Grenze unserer Erkenntnis und der Wahrheitskern der Religion. b) Das Leben. Das universelle Gesefe der Entwicklung, das alle Dinge beherrscht, lägt es nicht zu, da| an irgendeiner Stelle im Universum etwas entstünde, das nicht aus den ihm vorangegangenen Zuständen abzuleiten, etwas ursprünglich Neues wäre. So besteht auch ein kontinuierlicher Uebergang von der anorganischen zur organischen Natur. Die organische Materie besteht aus höchst komplizierten Verbindungen der Grundstoffe: Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Sauerstoff. Die durch diese Elemente gebildeten Verbindungen sind in demselben Verhältnis, als ihr Zusammenhang komplizierter wird, immer weniger beständig, und es kommt ihnen eine sehr bedeutende molekulare Beweglichkeit zu, die ihnen eine gewisse Plastizität verleiht. Demzufolge sind die Substanzen, aus denen sich die Organismen zusammensefeen, gegen die vielfältigen Einflüsse, welche auf die Organismen einwirken,

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