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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1931-01-01 · 1931 · page 42

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1931
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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IRI
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10 Gesamtwirtschaft ihres Reiches die besten Ausfallstore zu sichern22. Gefangen in dem Banne eines Egoismus, der die Enge der eigenen kleinen wirtschaftlichen Welt gewaltsam festzuhalten versuchte, führten die Städte einen Kampf gegen das revolutionierende Element, das sich mit den Juden in die starre Ordnung ihres Wirtschaftslebens eindrängte. Wollte der Kaiser die Macht der Stände mindern, so mußte er die privilegierten Teile der städtischen Bevölkerung, im eigentlichen die Städte selbst, wie die Fürsten und Grundherrschaften, ihrer Rechte berauben23. Bei diesem Vorstoß gegen die überlebte Welt der städtischen Privilegien, gegen die Vormacht der Kaufmannschaft und der Zünfte24, konnte mercii mit Polen u. Moskau, de ao 1717 bis 1740, (Commercien-Collegium)“ Staats-A. Bresl. Rep. 14 AA VIII 33 b vol. II; s. auch Beer, Adolf: Die österreichische Handelspolitik unter Maria Theresia und Josef II. (Archiv f. österr. Geschichte, Wien 1899, Bd. 86, S. 90 ff.). 22 ״Die Einleitung eines Commercii Universalis“ hatte sich Karl VI• seit dem Antritt seiner Regierung (1711) angelegen sein lassen. Dieser seiner Fürsorge, die sich auch auf Schlesien erstreckte, rühmt sich der Kaiser noch in einem Reskr. vom 20. 5. 1730 über ״Emporbringung der Handlung“. (S. Sammlung Schles. Privil. T. II, N. CCLXV, S. 700). Hierzu sollte u. a. auch die Gewährung von Zollfreiheit für die nach den freien Häfen Fiume und Triest gehenden Waren dienen. Bei diesem Bestreben des Kaisers war allerdings Schlesien der leidtragende Teil. (Vgl. H. Fechner, Der Zustand des schles. Handels vor der Besitzergreifung des Landes durch Friedrich d. Gr., Jahrb. f. Nationalökonom, u. Statist., N. F., Bd. IX, S. 219).. Ueber die allgemeine Handelspolitik Karls VI. bez. der Meerhäfen vgl. Beer, a. a. O. S. 102 ff. In der Zeit der habsburgischen Herrschaft in Schlesien waren es nicht zuletzt jüdische Großkaufleute, die den Handel mit den Meerhäfen unterhielten. Die gleiche Rolle fiel den Jaden anscheinend auch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu, so daß die schlesische Verwaltung, getrieben von dem Ehrgeiz, den Forderungen Friedrichs d. Gr. in Verfolg seiner Repressalienpolitik zu genügen, zwei reiche jüdische Leinwandhändler aus Horzebny bei Kolin, Marcus Becher und Abraham Winternitz, durch große Vergünstigungen ins Land zog. (S. Schreiben des Steuerrates Tarrach, Glatz, 13. 10. 1763, Staats-A. Breslau, M. R. VI 12. 13. Vgl. ferner H. Fechner, Die handelspolitischen Beziehungen Preußens zu Oesterreich während der provinz. Selbständigkeit Schlesiens 1741—1806, Berlin, 1886, S. 490; über Förderung des Bresl. Handels durch Karl VI. vgl. auch Fechner, Der Zustand des schles. Handels etc., S. 219. 23 Ueber den Kampf um die Regalien s. Wuttke, a. a. O. II S. 89, dazu Schles. Prov.-Blatt 1799, Febr.-Heft, S. 129 f; vgl. ferner den Kampf um das Mandel’sche Projekt eines Papieru. Tabakmonopols, Rabin a. a. O. S. 62 Anm. 1 u. 2. 24 Ihren Höhepunkt erreichten die Machtkämpfe mit den Zünften in den Handwerksordnungen, die den Zünften ihre Autonomie nahmen und sie dem städt. Rat unterstellten. Wuttke, a. a. O. II S. 129, nennt

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