Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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11 Unsere Schwesteranstalt in London, das J e w s C o 11 e g e, beging am 20. April vergangenen Jahres ihr 75 jähriges Jubiläum. Die Glückwünsche unseres Seminars übermittelte persönlich Herr Professor Dr. Heinemann. Eine andere Schwesteranstalt, das Collegio Rabbinico Italiano in Firenze beging die Jahrhundertfeier ihrer Gründung. Der Unterzeichnete richtete brieflich herzliche Worte der Begrüßung an das Collegio selbst und beglückwünschte zugleich auch Herrn Professor und Rabbiner Umberto Cassuto zu seinem 25jährigen Amtsjubiläum. Bei der Hundertjahrfeier Adolf Neubauers in Oxford ließ sich unser Seminar durch Herrn Dozenten James H. Lowe vertreten, dem auch hier unser Dank ausgesprochen sei. Dem um die jüdische Wissenschaft hochverdienten Lehrer und Forscher, Herrn Professor Dr. Ludwig Blau, Direktor der Landesrabbinerschule in Budapest, übermittelten wir zum 70. Geburtstage unsere herzlichsten Glückwünsche. Ebenso beglückwünschten wir zum 70. Geburtstage Herrn Rabbiner Prof. Dr. Moses Gaste r, den ehemaligen Hörer unseres Seminars, den durch reiche wissenschaftliche Arbeit ausgezeichneten Rabbiner der spanischen und portugiesischen Judenheit in London. Zinn 60. Geburtstage begrüßten wir Herrn Professor Dr. V. Aptowitzer in Wien, Herrn Professor Dr. Bernhard H e 11 e r in Budapest, Herrn Rabbiner Dr. Max Grunwald, ehemaligen Hörer unseres Seminars, in Wien und Herrn Professor Dr. Aron Freimann in Frankfurt am Main. Einen großen Verlust erlitt die jüdische Wissenschaft durch den Heimgang des Rektors der Israelitisch-Theologischen Lehranstalt in Wien, Herrn Hofrat Professor Dr. Adolph Schwarz, der am 14. Februar 1931 verschied. Er gehörte zu den wenigen ehemaligen Hörem unseres Seminars, die noch Zacharias Frankel zum Lehrer hatten. Die reichen Ergebnisse seiner Wissenschaftliehen Arbeit als Lehrer sowohl wie als Forscher und die Treue, die er unserem Seminar stets bewiesen hat, werden sein Andenken stets wach halten. An der Bahre waren das Kuratorium und das Dozenten-Kollegium vertreten. Einen weiteren Verlust hat das Seminar zu beklagen durch den Heimgang des Rabbiners Dr. Leopold Treitel in Laupheim, der ebenfalls noch za den Hörem Zacharias Frankels gehörte und mit unserem Seminar auch sonst eng verbunden war. Bis in sein hohes Alter hinein hat er als Erfoischer des jüdischen Hellenismus die Anregungen weiter verfolgt, die er in Breslau empfangen hatte. Seine Verbundenheit mit der Anstalt