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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1931-01-01 · 1931 · page 9

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1931
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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IRI
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10 Dozenten wurde ferner an den Sabbaten vor den Jahrzeitstagen in den traditionellen Gebeten gedacht. Am Todestage des verewigten Direktors Dr. Zacharias Frankel hielt Herr Ernst Hoffmann den wissenschaftlichen Vortrag über das Thema: ,,Das Bethdin im rabbinischen Eherecht*‘. Sämtliche ordentliche und außerordentliche Hörer wie auch drei Gasthörer besaßen die Universitätsreife. Für die ausländischen Hörer besteht nach ministerieller Vorschrift der Zwang, zum Zwecke der Erlangung der Vollimmatrikulation mit dem Rechte zur Promotion sich einer Ergänzungsprüfung zu unterziehen. Obwohl es dem Kuratorium infolge der schweren Wirtschaftliehen Verhältnisse in diesem Jahre nicht möglich war, die in den vorigen Jahren eingerichteten Vorbereitungskurse aufrechtzuerhalten, haben die Hörer diese Prüfung doch durchweg mit gutem Erfolge bestanden. Von den Hörem, die in den Abschlußprüfungen stehen, haben folgende Rabbinerstellen erlangt: Herr Josef Schwarz, der schon früher Prediger- und Lehrerfunktionen in der Synagogengemeinde Liegnitz übernommen hat, wurde zum Rab^binatsverweser gewählt mit der Bestimmung, daß er nach Erlangung der Hattara Gemeinderabbiner wird. Herr Dr. Fritz Laupheimer wurde vom Synagogenverband Bad Ems zum Bezirksrabbiner gewählt. Herr Ch. S t e c k e 1 wurde von der israel. Gemeinde Djakowo (Jugoslawien) zum Rabbiner, Herr Saul Weiser zum Lehrer für judaistische Fächer am hebräischen Gymnasium in Mukacevo (C. S. R.) gewählt, Herr Mayer Bieler wurde von der Gemeinde Forst mit Prediger- und Lehrerfunktionen betraut. — Von den Hörem der Abteilung A, die ihr Studium noch nicht abgeschlossen haben, ist Herr Dr. Max Koppel seit Sommersemester 1931 mit Prediger- und Lehrerfraktionen von der Synagogengemeinde Hirschberg betraut. Herr Dr. Hirsch Pfeffer wurde Ende des Sommersemesters zum Lehrer am jüdischen Gymnasium in Krakau gewählt. Dem ehemaligen Hörer unseres Seminars, Herrn Gemeinderabbiner Dr. Adolf Kober, übermittelten wir unsere Glückwünsche anläßlich seines 25 jährigen Amtsjubiläums. Neben seinen Erfolgen, die er als Rabbiner auf seelsorgerischem Gebiete und im Religionsschulwesen zu verzeichnen hat, diente er raablässig auch der jüdischen Wissenschaft und bereicherte insbesondere die Geschichtsliteratur der deutschen Judenheit mit den wertvollen Ergebnissen seiner Forschungen.

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