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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1922-01-01 · 1921 (1922) · page 6

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1921 (1922)
Date
1922-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721023--05-2726208
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6י Notwendigkeit empfanden wird, all ihre Kräfte in den Dienst dieser hohen Aufgabe zu stellen. : Nach einer Ausführung über Wege und Ziele jüdischer Bibelforschung, wie über die Aufgaben, die auf dem Gebiete der jüdischen Geschichte ihrer Lösung harren, betonte Dr. R. besonders,• daß bei aller tiefen Verehrung für die unvergänglichen Leistungen seiner Vorgänger auf dem Gebiete der jüdischen Wissenschaft und deren überragenden Bedeutung für das geschichtliche Judentum und bei hoher Einschätzung der Kontinuität in der. Forscher-, und Lehrtätigkeit diese nicht ein starres Festhalten an allen Anschauungen der Vorgänger bedeuten kann. Am wenigsten aber bedingt die Pietät für diese die Anerkennung aller Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Bei strenger Wahrung der wissenschaftlichen Methode soll der Geist seiner rabbinischen Lehrer ihm zur Richtschnur seinesWirkens werden. Den Kollegen und den Kuratoren dankte er für das in ihn gesetzte Vertrauen mit den Worten des Talmuds — |חפיא לפריה וט־בוחא לשק*יה Die Wiederaufnahme des Völlen Lehrbetriebes im Sommersemester wurde namentlich dadurch möglich, daß Herr Dr. Rabin in der Lage war, auch einen großen Teil der Vorlesungen des .Seminarrabbiners im Oberkurs vertretungsweise zu übernehmen; ferner dadurch, daß der frühere Hörer unseres Seminars, Herr Rabbiner Dr. Simonsohn, der uns schon während des Winterhalbjahres sehr wertvolle Dienste geleistet hatte, sich zur Uebernähme von 12 Wochenstunden in ebenso liebenswürdiger wie uneigennütziger Weise bereit erklärte. Die Einteilung der Fächer ist aus dem unten abgedruckten Vorlesungsverzeichnis ersichtlich. Gleichzeitig mit der Wiederaufnahme des Lehrbetriebs begann die Ordnung der Bibliothek, deren völlige Neukatalogisierung bereits der seL Herr Prof. Brann als unabweisbares Bedürfnis empfunden hat. Unter Leitung des Herrn Dr. Rabin ist die Arbeit bereits in Angriff genommen worden, freilich wurden sehr erhebliche Ausgaben für Honorare und Anschaffungen erforderlieh, die aus laufenden Mitteln des Seminars nicht gedeckt werden konnten, uns aber von den Herren S. J a p h e t und M. Fontheim in London in hochherziger Weise zur Verfügung gestellt wurden1). So herrschte denn im Sommersemester wieder reges Leben am Seminar; besonders erfreulich war es, daß den älteren Hörern, die erst durch den Krieg, dann durch die Krankheit der beiden ältesten Dozenten in ihren Studien geschädigt worden waren, die Möglichkeit zum Hören der erforderlichen Vorlesungen und zum Privatstudium geboten wurde. Aus den Kreisen dieser i) Infolge des Wechsels in der Bibliotheksleitung ist es nicht möglieh, diesmal ein Verzeichnis der neuen Eingänge zu geben. Dies wird im nächsten Jahresbericht nachgetragen werden. Den freundlichen Spendern im In- und 4uslande. bes rnders den Freunden in Amerika, sprechen wir schon, jetzt unsern herzlichen Dank aus.

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