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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1921-01-01 · 1920 (1921) · page 20

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1920 (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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148 dienst Tide die Bilderverehrung. Zu dem stoischen Grundzug der Bildung unseres Yf. paßt der teleologische Schluß am Anfang vortrefflich; um so ■wichtiger ist die Gegnerschaft gegen den Volkskult, dem die älteren Schulhäupter durchaus freundlich gegenüberstanden: erst Panaitios hat, •wie wir S. 30 sahen, die Bande zwischen Stoa und Volksglauben zerschnitten. Folglich kommt (da eine kynische Vorlage durch die anerkennenden Worte über die Kunst ausgeschlossen ist) nur eine mittelstoische Quelle in Betracht; und da an Panaitios, der Pflichten gegen Götter überhaupt nicht kennt (s. o.)1, als Vorlage für einen so religiösen Mann nicht zu denken ist, bleibt nur die Bichtung des P. übrig. In der Tat läßt sich jeder Gedanke der griechischen Quelle, soweit er irgendwie charakteristisch ist, aus seinem Einflußkreis belegen. P. hat, wie wir S. 125 und 132 sahen, den Bilderdienst der Hellenen als durchaus verkehrt gegeißelt, den Sternkult der Orientalen nur ergänzungsbedürftig gefunden. Der mit Lob untermischte Vorwurf, daß die Astronomen, wenn sie denn doch so scharfsichtig waren, auch den obersten Weltleiter hätten finden sollen (12, 9), entspricht sowohl seiner Vorliebe für kosmologisehe Gottesbeweise2 wie namentlich seinen Bemängelungen an dem sonst von ihm hochverehrten Priesterkönigen des Ostens und findet sich (im Ton vergröbert) in einem ganz von P. abhängigen Zusammenhang (Gronau 42 ff.) bei Basileios in Hexah. 14 ohne Anführung der Bibel: gerade die Größe ihrer Weisheit bezüglich der Welt verstärkt noch den schweren Vorwurf gegen die Astronomen, da sie einen scharfen Blick für das Nichtige gezeigt und sich gegen die Erkenntnis der Wahrheit absichtlich verblendet haben. Für den Gedanken, daß ein mit der Zeit entstandener Gottesdienst auch mit der Zeit vergehen müßte, hat man mit Unrecht biblischen Ursprung angenommen, weil man die Gegenüberstellung der beiden Arten des heidnischen Kultes übersah; er ist bei einem Platoniker nicht zu verwundern; Sext. Math. IX 62 wird (nach P.) zwischen vergänglichen Beligionsformen und der ewigen Beligion unterschieden: falsche Meinungen und vorübergehender Schein enden mit dem Tode derjenigen, die an ihrer Aufrechterhaltung schuld 1 Abgesehen davon, daß die für Panaitios bezeichnende Unterscheidung zwischen civile und mythieon genns theologiae (s. 0. S. 30, 3) fehlt und Panaitios die unter 2 und 4 besprochenen Platonzitate nicht vermittelt haben kann. a Schon Grimm verwies auf XIspt xdopoo 399 b 22 d&e1I>pv)xo<; $>v <ht’ aoxwv Tt&v sp'fiov Geiopslm 6 iko!;. — Vgl. aber auch Basileios am Schluß der sofort nochmals anzafährenden I. Homilie zum Sechstagewerk: xov aptoxoxexv7jv ■z&v aocfäi; xal e'/XS/voj; ysv0|1sv10v Soi-ccaiojiev, xai ix xoü xdXXoo? xo>v opmpiviov xov oitspxeXov evvou>|ufra, xal ix xoo ix s ן i fr 0 u; xwv aio&rjxwv xooxiov xai xsp'.fpaitxiSv 01opaxiuv a v a).01 ןC <i>;13fr « xov Ätetp&v. XX

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