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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1921-01-01 · 1920 (1921) · page 18

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1920 (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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146 1. man verehrt fremde Götter außer Gott § 58; 2. man stellt sie als höchste Wesen neben Gott § 591; 3. man vergißt den wahren Gott § 62; 4. man lästert ihn § 63 2. — Zur Ausführung des ersten Schemas benutzt unser Weisheitslehrer teils eine Eeihe von Bibelstellen3, teils griechische Theorie. Unselig4 5 erscheinen ihm (13, 1) alle, die weder aus den wahrnehmbaren dyadd auf den Seienden noch aus den Werken auf den Künstler schließen konnten, sondern die Elemente oder die Gestirne8 als weltleitende Götter annahmen. Wenn sie sie wegen ihrer Schönheit für Götter hielten, so hätten sie erkennen müssen, wie sehr ihnen ihr Herr, der Urquell aller Schönheit, überlegen ist; wenn ihre Macht und Kraft das Staunen der Menschen weckte, so hätten sie einsehen sollen, wie viel mächtiger ihr Schöpfer ist; denn aus der Größe und Schönheit der Geschöpfe erkennt man dvaUyax: den Urheber. Immerhin verdienen diese nur geringen Tadel, da sie sich durch den Anblick irre führen lassen6 * — und was sie sehen, ist ja wirklich schön! —; zu entschuldigen sind freilich auch sie nicht; denn wenn sie die Kraft besaßen, die Welt zu erforschen, so hätten sie desto eher den Schöpfer auffinden sollen. Ganz unglückselig aber sind diejenigen, die Menschen- 1 Das muß der ursprüngliche Sinn gewesen sein; Phiions überschwängliche Rhetorik kann sich allerdings im Tadel der Gottlosigkeit nicht genug tun und verwischt dadurch, den Unterschied zwischen diesem und dem folgenden Teil. Der erste Teil dieses und des vorigen Schemas fallen zusammen: das ermöglichte die Verbindung. 2 Die Ausführung berührt sich an 2 Stellen mit dem auf P. zurückzuführenden Stück Sextus Math. IX 13ff.; vgl. § 56 (Dioskuren) mit Sextus § 37, § 70 (man hätte die Künstler statt der Bilder ehren sollen) mit Sextus § 41 (man hätte verdiente Männer als Götter anbeten sollen) und Sen. fg. 120: simulacra deorum venerantur, /,abros, qui illa fecere, contemnunt; doch vergleiche man zum letzteren Gedanken auch Aristeas § 134 ff. 3 13, 10 — 14, 12; Geffcken, Zwei christliche Apologeten, XXIII. Die Bibelstellen sind in den Kommentaren verzeichnet; nur daß 14, 3 6x1 I&uxac xal iv ooov xcd £v xüjiaai xptßov cfo(paX7j aus Jes. 43, 16 stammt, scheinen die ErkL übersehen zu haben. 4 Zum Ausdruck vgL Sib. fg. 1, 25 ßpoxol TCaucsaalk ^axa'ot. Ich übersetze: unselig sind alle Menschen, da der Vf. doch gegen den herrschenden Götzendienst eifert; ol<; xaprjv wörtlich: zu denen hinzutrat. — Der Ausdruck <ptbsi macht Schwierigkeiten. Philon Dec. 59 tadelt diejenigen, die Gott verkennen 7) oux et&öxE(; a01&axT(j) «puasi 700 ן a7cou&aCovxe<; jiafraTv. Unser Vf. scheint die gleiche Vorläge ungenau wiederzugebeo. 5 Die Worte 7) xuxXov aaxpaiv gehören hinter 9) ßtatov uBojp, mag nun der Vf• oder ein Schreiber an der Umstellung schuld sein. 6 Der Ausdruck ׳rcXavaoftai vom Götzendienst steht zwar auch Dt. 4, 19; Sib. UI 547; doch scheint es nach den auf P. zurückzuführenden Stellen Dion 12, 39 und Clem. Protr. 27, 1, daß der Weisheitslehrer und Philon Dec. 52 und Spec. leg. I 15 ihn auch bei P. fanden. XVIII

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