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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1921-01-01 · 1920 (1921) · page 12

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1920 (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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140 — In den folgenden, durchaus stoischen Preis der menschlichen Weisheit als Ausstrahlung der göttlichen passen trefflich die platonisierenden Worte 7, 25, die Weisheit sei änöppoia z7)c zob navzoxpdzopoc do^rjc oddev pepiappevov sie aözrjv izapspTzhzzee. Die Stelle ist teils in Erinnerung an Plat. Krat. 413 C geschrieben, wo der vooc abzoxpdzwp und oudevi pepeiypevoc heißt, teils an Phdn. 81 B eäv peptaopevr] dnakkaz. z7]zatj der Gedanke, daß die Seele, soweit sie nicht der Weisheit Baum gibt, der Befleckung (ptaapoi) unterliegt, ist aus Platon bezw. der Mystik in P.* Lebensanschauung (und Plutarchs und Yergils Jenseitsschilderungen) eingedrungen: s. o. S. 61. Der Ersatz von adzoxpdzwp durch navzoxpdzmp kommt wohl auf Kechnung des jüdischen Bearbeiters. 3. Nach Wsh. 11, 18 hat Gott die Welt ec äpopepoo bXrjc geschaffen \ wie nach Platon Tim. 50 D; änotoc xai dpopepoc heißt die 0X7] nach P. Doxogr. 458, 8 ff.; über sie und den Logos als Ursachen der Welt vergl. Sen. Ep. 58, der m. E. aus P. schöpft. 4. Wsh. 9, 15 (ptkapzbv yäp erdipa ßapovet (poyrjv xai ßpiftet zo yewdec axrjvoc vobv 7roXo<ppovzi(Sa hängt zweifellos zusammen mit Phdn. 81 0 kpßpt&ec de ye, w (pike, zobzo (zo acopazoetdec) oeeadat ypi] ebai xai ßapb xai yewdec xai bpazov 8 ״ d7] xai eyooaa k] zotauzrj <poy7] ßapovezat ze xai ekxezai ndXiv sie zov bpazov zotzov. Jedes Wort des erwähnten Verses ist also Zitat1 2 * * * * * 8; nur weist axrjvoc* auf Axiochos 366 A, einen Dialog, 1 Zur Erklärung der Stelle vgl. J. Cohn, Festschrift für J. Guttmann, 1915, 28 ff. 2 Schon mit .Rücksicht hierauf ist es mir sehr unwahrscheinlich, daß wir Kap. 9 mit Peters, Bibi. Zeitschr. 14, 1 ff. als wörtliche Rückübersetzung eines alpbabetisch geordneten Psalms anzusehen haben. Ceberdies ergeben sich bei der Rückgewinnung der Zeilenanfänge Härten, die auch Peters’ Feingefühl nicht entgangen sind und einem Leser, der auch mit der Sprache der rabbinischen Gebete von Jugend auf vertraut ist, wohl noch stärker aaffallen werden. Ich denke an: דבק Pi. verleihen (4), זה in Anrede vorangestellt (7), חקק mit Infinitivsatz (8), סר für 12) שר b) Fürst, das jeder Leser als abtrünnig auffassen würde, 16) קוה) erkennen (statt erhoffen); die Aufforderung an Gott (10) כתבה im Sinne von sende (die Weisheit) wäre keinem jüdischen Leser verständlich, gerade weil ״die Idee der im heiligen Bach gegebenen Weisheit echt jüdisch“ ist (Peteis S. 8) und der Midrasch zu den Sprüchen Salomos beständig Weisheit und Thora gleichsetzt, also die Weisheit bereits ״aufgeschrieben“ ist. Da überdies der Zeilenanfang V. 9 durch freie Konjektur gewonnen werden mußte und Anfänge mit alltäglichen Konjunktionen und Partikeln, wie 3, 5, 6 und 10 b nichts beweisen, die in das Schema einigermaßen sich fügenden Verse aber nirgends den Einfluß des Zwanges erkennen lassen, wie nicht selten in alphabetisch geordneten Stücken der Bibel und des eb et buchs, so wird man zwar die fieie Benutzung einer hebräischen Vorlage für wahrscheinlich, deren alphabetische Anordnung aber für unerwiesen halten müssen. 8 Den ursprünglich pythagoreischen (Hirzel II 144), aber auch von Demokrit (B 37; 187; s. o. S. 64, 2!) gebrauchten Ausdruck kennt auch XII ».1

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