Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1920 (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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139 der Elemente (19,17 f.); ferner liegt 7, 27 pivmaa iv auzij za izdvza xatvi&t die Vorstellung zu Grunde, daß ״aus dem Fluß aller Dinge nur die allgemeine Vernunft als das Ewige und Selbstgleiehe“ herausragt, in. der Zeller III1, 364 den Hauptberührungspunkt zwischen Heraklit und der Stoa sieht*; 2. die aus Empedokles A 88, B 89 von den Stoikern (s. o.) übernommene Bezeichnung der Seele als änoppota der Weltseele (7,25); 3. die auf Anaxagoras B 12 * 1 2 zurückgehende Bezeichnung des Pneuma als Xenröv; vgl. Xenzopep^z Arnim II 780, 785, 806 und aus P.’ Einflußkreise Phüon De eher. 115, Sextus Math. IX 71; Cic. Tusc. I 43; Sen. Ep. 57, 8 (tenuis). Von größtem Interesse sind für uns die Berührungen mit Platon. 1/2. In die durchaus stoische Aufzählung der Attribute und Vorzüge des Pneuma sind zwei Platonzitate in bestem Zusammenhang mit den aus der Stoa stammenden Angaben eingebettet. Die Bezeichnung der Weltseele als ndarjz xwrjoea)c x&7)ztxd>zepov 7, 24 bringt man wohl mit Beeht mit Plat.Krat.412 D in Zusammenhang, wo die Weltseele za^iozov xai Xenzozazov heißt, zumal die Be- Zeichnung des Pneuma als XstctJv (s. o.) im Weisheitsbuch unmittelbar vorangeht; freüich ist der Glaube, daß Beweglichkeit göttlichen Wesen besonders zukomme, weit verbreitet; auch P. hat ihn (s. o. S. 121,1) geteilt und das Pneuma als Ursache der Bewegung bezeichnet: Tle.p1 xoapoi) VI (Capelle NJbb. 15, 556 f.), Sext. Math. IX 75 f. vgl. Piliion De eher. 110: 0510)(; jap hzakkdxiQvza xai £1c1[jts^vüp.£va Xupac xpekov, e£ avop.otu)v ^piioapivrj(; . . . auv/j^asiv Ip.s\Xov. Zahlreiche weitere Stellen bei Capelle 553, 2 and Gronau 143, 2. Auch die unbiblische Zarückführung göttlicher Strafgerichte (19, 20 16, 17) darauf, daß das Feuer ״über seine eigentümliche Kraft hinausging und das Wasser seine Löschfähigkeit verlor״, erinnert an Philon Quaest. in Gen. III § 51 Harris, Fragments S. 34 zur Erlauterung des Untergangs von Sodom: cpoasi piv xoöcpa Osiov xai xup to &s rij<; apa<; xsxaivoopYTftiivov ^XXa£e -jup0<; xoovavTtov x7jv xtVrjaiv und hängt wohl hier wie dort mit P.’ Lieblingsstudien über den Zusammenstoß der Elemente zusammen: vgl. Sen. Hat. qu. II 26: ut P. tradit, spumabat interdiu mare et fumus ex dito ferebatur; mmc demum prodebat ignem; weiteres bei Boll 235 f. (über Sen. Ad Marc. 26); Sudhaus, Aetna 59fl.; Capelle 559. 1 Der Meinung Pf leider er s (Heraklit von Ephesus, 1886, 304 ff.), daß die Polemik gegen die Mysterien 6, 21 ff., 7, 13 f. gegen den ״Mysterienphilosophen״ Heraklit gehe, ist durch Diels’ Feststellung, daß zwischen Heraklit und den Mysterien nicht der von ihm angenommene Zusammenhang besteht (Archiv für Geschichte der Philosophie 1 105 ff.), der Hoden entzogen; gegen anderes wendet sich Heini sch I 28 ff. wohl ausführlicher als nötig. 2 Vgl. auch Zeller I 5 262 über Diogenes von Apollonia. XI