Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1920 (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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138 eijpaiGTüK xai di/HXEi tu nuvza /p/jardiT (8, 1) 1. Und wie nach P. La. 139 das nvtupa dt wv tue voüz xsytbpijxev <bz dtä 70ü rjyepovtxou, so kennt es der Weisheitslehrer als votpm hnzov oatpis, dtd ndvrwv yiopow nveupdroiv uoepaiu xa&apwv isTttoTdzwv (7, 23) und betrachtet demgemäß unsere Seele im Einklang mit der gemeinstoischen, auch für P. (s. o. S. 60 ff.) grundlegenden Vorstellung als änoppota und ä-aujaattu der Gottheit (7, 26). Selbst die ]Bezeichnung des Pneuma als äytov 1, 5 und 7,22 könnte insofern als stoisch gelten, als in einem von P. abhängigen Briefe Senecas 2 entweder das uns innewohnende Pneuma oder der aus dem göttlichen Pneuma emanierte Daimon als heilig bezeichnet wird; das Fehlen des der Stoa so geläufigen Attributs nupdidec ist aber bei unserem Vf. und seinem Gesinnungsverwandten Philon3 weder auffällig noch zufällig, sondern daraus zu erklären, daß beide gerade dies Attxibut der Gottheit aus der Bibel (Dt. 4, 24; 9, 3) kennen — zur Bezeichnung des göttlichen Zornes4. Dagegen setzt weder das Bestreben, die Weisheit zu hypostasieren 5, noch die Logoslehre6 oder die Forderung der <päavdpa>nca7 und die ״Anerkennung der Menschenwürde in dem sittlich Gefallenen“8 notwendig griechischen Einfluß voraus. Von den Yorsokratikerp weiß der Vf. nicht mehr, als er aus der Stoa lernen konnte. Er kennt: 1. aus H e r a k 1 i t die in die Stoa übergegangene (Zeller III1, 152 ff.), von P. besonders gern dargestellte9 Lehre von der Harmonie 1 Ueber die Beziehung von 7, 21 ff. zur Stoa handelt Aall, Lehre vom Logos I (1896) 177. 2 4i, 2: sacer intra nos Spiritus sedet; vgl. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums 64, 104, doch könnte auch 0qvo; oder tspo; vorliegen. 3 Brehier, Les idees rel. et phil. de Philon 73. 4 In der Tat haben Christen das 7cveü|ta luopÄoec mit dem strafenden Feuer gleichgesetzt: R. Heinze, Berichte d. Sachs. Gesellschaft d. Wissensch. 1910, 480,2. 5 Ueber die ״Weisheitsfigur“ im i T. vgl. Meinhold, Die Weisheit Israels (1908) 284 ff. 6 VgL Leop. Cohn in ״Judaica“, Festschrift für Cohen (1912) 320, 324, 327. 7 Sie ist (gegen Rahlfs beiFocke, Die Entstehung des Buchs der Weisheit, 1913, 71) jüdisch (אוהב את הבריות: z. B. Hillel M. Aboth 1, 12) und stoisch: Heini sch I (= dessen verdienstliche Schrift: Die griechische Philosophie im Buch der Weisheit, 1908) 107f.; für P.: Capelle, Archiv für Geschichte der Philosophie V 178, 28. 8 Sie weist (gegen M. Heinze, Der Logos 193) eher auf das Judentum, das das Gebot der Nächstenliebe ausdrücklich auch auf den zum Tode verurteilten Verbrecher bezieht (T. Sanh. 45 a, wo Parallelen angemerkt sind), als auf die von -den ,,Toren“ meist recht unfreundlich redende Stoa. 9 Capelle NJb. XV 554 nennt die Ilepl xoajiou Kap. 5 besonders schön ausgeführte Vorstellung für P. charakteristisch. Zu 19, 18 waiusp lv <|1aXxv2pt«p ט0ןן0§ש X