Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1918 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
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5 Am 7. September, dem Neujahrsfeste, wurde in der Predigt des verewigten Seminarrabbiners, Prof. Dr. Lewy, gedacht. Die Predigt hielt Herr J. Greilsheimer. Am 16. September, dem Versöhnungstage, wurde in der Predigt das Andenken des Seminarrabbiners, Dr. David Joel, und des Prof. Dr. Graetz, besonders hervorgehoben. Auch diese Predigt hielt Herr J. Greilsheimer. Ebenso wurde am 30. November, am Sabbat des Chanuka- Festes, in der Predigt der verewigten Dozenten Dr. Zuckermann und Dr. Rosin, besonders gedacht. Die Predigt hielt Herr L. Glück. Außer den bereits in früheren Jahresberichten erwähnten, aus den! Seminar hervorgegangenen 10 Feldrabbinern sind in diesem Jahre noch aus der Zahl der gegenwärtigen Kommilitonen, die Herren cand. phil. Felix Aber und cand. phil. Hugo Schiff zu Feldhilfsgeistlichen ernannt worden. Der Hörer unseres Seminars, Herr Dr. D. Neilhaus, ist durch die Verleihung des Eisernen Kreuzes II. Klasse ausgezeichnet worden. Das abgelaufene Jahr hat uns wiederum besonders schwere und schmerzliche Verluste gebracht. Forscher und Gelehrte von überragender Bedeutung, die aus unserem Seminar hervorgegangen sind, die sich sowohl durch ihre außerordentlichen Wissenschaftliehen Leistungen, als auch durch ihre unermüdliche, kluge, besonnene und mannhafte Wirksamkeit für die Interessen unserer Gesamtheit unvergängliche Verdienste um die deutsche Judenheit erworben haben, sind uns entrissen worden, und zwar aus dem ältesten Geschlecht der Schüler unserer Anstalt, Geh. Regierungs־ rat Prof. Dr. Hermann Cohen, der im Ruhestande in Berlin lebte, und Dr. Moritz Güdemann, Oberrabbiner in Wien; aus einem späteren Geschlecht Dr. Selig Gronemann, Landrabbiner in Hannover, Prof. Dr. Alexander Kisch, Rabbiner der israel. Kultusgemeinde in Prag und Prediger an der Meisel-Synagoge daselbst, und Prof. Dr. Cosman Werner, Rabbiner in München; endlich aus der Zahl der jüngeren Kommilitonen Prof. Dr. Adolf Biach, Rabbiner in Brüx, und Rabbiner Leo Fabian, Direktor der israelitischen Waisen-Erziehungs-Anstalt in Breslau. Ihr Name und ihr Andenken wird auch in der Geschichte unseres Seminars fortleben. Durch die obwaltenden Verkehrsschwierig־ keiten haben wir nur an der Beisetzung des Herrn Rabbiner